Schulgesetz: Stärkung des gemeinsamen Lernens richtig
"Die Richtung im neuen Schulgesetz stimmt. Das Gesetz bietet durch die Stärkung des gemeinsamen Lernens für viele Kinder die Chance, höhere Schulabschlüsse zu erreichen und die soziale Auslese im Schulsystem zurück zu drängen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn zu dem heute (11.9.2013) von Bildungsministerin Waltraud "Wara" Wende in Kiel vorgestellten Kabinettsentwurf.
11.09.2013 Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinEine erfolgreiche Umsetzung des Gesetzes sei aber nur möglich, wenn die Landesregierung auf jegliche Stellenstreichung im Bildungsbereich verzichte.
"Allein mit einem neuen Schulgesetz ist es leider nicht getan", erläuterte der GEW-Landesvorsitzende. "Die Schülerinnen und Schüler brauchen bessere Lernbedingungen, die Lehrerinnen und Lehrer bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählen zum Beispiel kleinere Klassen, mehr Doppelbesetzungen und eine intensivere Fortbildung für die Lehrkräfte. Wird hier weiterhin am falschen Ende gespart, bleibt das neue Schulgesetz ohne nachhaltige Wirkung auf die Bildung in Schleswig-Holstein."
Zu den positiven Seiten des Gesetzentwurfes zählte Matthias Heidn die Umwandlung von Regional- zu Gemeinschaftsschulen, die Klarstellung der Wege zum Abitur über das Gymnasium (G-8) und die Gemeinschaftsschulen ( G-9), die Schaffung neuer Oberstufen an Gemeinschaftsschulen sowie die Abschaffung von abschlussbezogenen Klassen an Gemeinschaftsschulen. "Die Abkehr von abschlussbezogenen Klassen verhindert die Wiedereinführung von Haupt- und Realschulklassen durch die Hintertür."
Nach wie vor ratlos blickt die GEW auf die Ersetzung des Begriffes "Bildungs- und Erziehungsziele" durch den Begriff "pädagogische Ziele". "Ohne in Wortklauberei verfallen zu wollen, können wir hierin keinen wirklichen Fortschritt erkennen. Die meisten Menschen werden mit "Bildung- und Erziehungszielen" wesentlich mehr anfangen können als mit den von der Bildungsministerin favorisierten "pädagogischen Zielen"."
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