Schulschließungen werden Thema im Kommunalwahlkampf

Die GEW wird im Kommunalwahlkampf 2009 die Zulassung innovativer Schulprojekte und die Schulentwicklung zum Schwerpunktthema machen. "In dieser Frage sind in Baden-Württemberg viele Städte und Gemeinden weiter als die Landesregierung. Wenn Schulträger gemeinsam mit Schulen und Eltern innovative Schulen gründen und die Kinder nicht mehr nach der vierten Klasse trennen wollen, dürfen sie nicht weiter von CDU und FDP blockiert werden", sagte am Donnerstag (06.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). SPD und Grüne bringen heute im Landtag Anträge für ein Schulsystem ein, in dem die Schüler die ersten 10 Schuljahre gemeinsam lernen sollen.

06.11.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Die Erfahrungen in den anderen europäischen Ländern haben gezeigt, dass es ein Fehler ist, Kinder bereits nach der vierten Klasse auf die weiterführenden Schulen aufzuteilen. Bildung ist in Deutschland immer noch eine Frage der sozialen Herkunft. Nach der Grundschule verlieren vor allem Kinder aus ärmeren Familien den Anschluss", so Moritz weiter.

In Europa sortieren allein Deutschland und Österreich die Kinder so früh. Die Übertrittsquote in die Hauptschulen sinkt seit Jahren stetig. In Bremen und Hamburg, im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Rheinland-Pfalz ist bereits Bewegung in die Schulstrukturfrage gekommen. Dort werden zwischen 2009 und 2013 die Hauptschulen abgeschafft. "Kinder würden besser lernen, wenn nicht bereits ab der dritten Klasse der immense Druck der Schullaufbahnentscheidung auf Kindern und Eltern lastet", so Moritz. Die GEW geht davon aus, dass im Kommunalwahlkampf das Thema Schulschließungen und Schulentwicklung ein zentrales Thema werden wird.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden