Senator Zöllner: Länder sollten sich auf zweigliedriges Schulsystem verständigen
Das Land Berlin hat mit seiner Schulstrukturreform im Bereich der weiterführenden allgemein bildenden Schulen ein zukunftsfähiges zweigliedriges Schulsystem eingeführt. Neben dem Gymnasium ist mit der Integrierten Sekundarschule eine gleichwertige zweite Schulart geschaffen worden, die zu allen schulischen Abschlüssen bis hin zum Abitur nach 13 Jahren führt. Das Abitur am Gymnasium wird nach 12 Jahren vergeben.
25.05.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungBerlins Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, freut sich darüber, dass auch innerhalb der CDU die ideologischen Scheuklappen langsam zu fallen scheinen und sich auch dort auf ein zweigliedriges Schulsystem orientiert wird.
Zugleich warnt Senator Zöllner jedoch vor halben Sachen: "Die Abschaffung der Hauptschule ist ein notwendiger, aber kein hinreichender Schritt. Neben den erfolgreich arbeitenden Gymnasien muss eine zweite Säule geschaffen werden, die differenzierte Angebote für die unterschiedlichen Begabungen der Schülerinnen und Schüler macht. Damit diese zweite Säule aber ein echtes gleichwertiges Angebot machen kann, ist es unabdingbar, dass auch an dieser Schulart der Erwerb des Abiturs nach 13 Schuljahren möglich ist. Sonst besteht die Gefahr, dass die zweite Säule von Anfang an zu einer Restschule wird. "
Die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien hat in ihrer sogenannten Berliner Erklärung vom 10. November 2010 alle Länder aufgefordert, nach der Grundschule neben dem Gymnasium eine zweite gleichwertige Säule zu schaffen, die differenzierte Schulabschlüsse bis hin zum Abitur nach neun Jahren ermöglicht.
Dieses Zwei-Säulen-Modell ist in Berlin seit dem Schuljahr 2010/11 Realität. Bildungssenator Zöllner: "Ein dauerhafter Schulfrieden über Länder- und parteipolitische Grenzen hinweg ist auf dieser Grundlage nötig und möglich."
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