Signifikant höhere Computerkenntnisse an Gymnasien
Obwohl die Ausstattung mit Computern an den weiterführenden Schulen in Deutschland vergleichbar ist, haben Gymnasiasten bei der ersten internationalen Vergleichsuntersuchung von Achtklässlern in Bezug auf informationstechnische Kompetenzen besser als an allen anderen weiterführenden Schularten abgeschnitten, wie sich der heute vorgestellten internationalen Vergleichsstudie ICILS (International Computer- and Information Literacy Study) entnehmen lässt. Der Leistungsvorsprung von 67 Punkten entspricht rund zwei Lernjahren.
20.11.2014 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)Der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger begrüßte es, dass die Leistungsstreuung auf diesem Gebiet an Gymnasien deutlich geringer sei als an anderen Schulformen.
Allerdings ergäben sich, so der Verbandschef, aus der Studie zudem Hinweise auf notwendigen Handlungsbedarf, dies betrifft insbesondere die Forderung nach mehr Angeboten zur Fortbildung für Lehrer und eine bessere technische Ausstattung von Schulen. Auch die professionelle Wartung von schulischen Netzwerken ist vielerorts noch nicht gegeben.
"Was nützt die beste Computerausstattung an unseren Schulen, wenn sie nicht professionell betreut wird?", so Meidinger. Auch gebe es eine Gerechtigkeitslücke. Reiche Kommunen böten ihren Schulen ganz andere IT-Ausstattungen als finanziell klamme. Das führe zu Benachteiligungen, die nicht zu rechtfertigen seien.
Ferner verwies der Verbandsvorsitzende darauf, dass der geübte Umgang mit Computern kein Selbstzweck sei, sondern einem übergeordneten Ziel in Schulen dienen müsse, den Erwerb von Bildung zu erleichtern und zu fördern. "Wenn es bei dieser ICILS-Studie Länder gibt, die im IT-Bereich ein hohes Ranking haben, bei PISA aber niedrige Leistungsergebnisse, dann stimmt auch hier etwas nicht." sagte Meidinger .
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