Sozialwissenschaftliche Gymnasien: 15 neue Standorte zum Schuljahr 2010/11
Zum kommenden Schuljahr 2010/11 werden an weiteren 15 beruflichen Standorten Sozialwissenschaftliche Gymnasien (SG) eingerichtet. Zu Beginn des laufenden Schuljahres gingen bereits 15 neue SG-Standorte an den Start. Dazu wurden die Bildungspläne neu konzipiert. "Die hohe Nachfrage nach Plätzen an den Sozialwissenschaftlichen Gymnasien hat angehalten. Deshalb reagieren wir rechtzeitig auf diesen Trend und haben beschlossen, die Sozialwissenschaftlichen Gymnasien weiter auszubauen", sagte Kultusminister Rau.
09.12.2009 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie neuen SG gibt es zum Schuljahr 2010/11 an der jeweiligen hauswirtschaftlichen Schule in Backnang, Biberach, Böblingen, Buchen, Emmendingen, Ettlingen, Friedrichshafen, Göppingen, Heidenheim, Heilbronn, Lörrach, Nagold, Rottweil, Sinsheim und Tübingen. "Wir haben damit innerhalb von nur zwei Jahren ein weitgehend flächendeckendes Angebot mit dieser Profilierung in unserem Land erreicht", sagte Rau.
Die Bildungsplaninhalte der SG wurden neu konzipiert und enthalten das sechsstündige Profilfach "Pädagogik und Psychologie" sowie für das neue Fach "Sozialmanagement". Darin werden aktuelle Anforderungen im sozialen Bereich - von frühkindlicher Bildung bis zur Betreuung im Alter - aufgegriffen und Nachwuchskräfte für diesen Bereich gezielt gefördert.
Neben fundierten Grundlagen in der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie (incl. einer soliden Grundlage in der Statistik) erfahren Schülerinnen und Schüler im SG beispielsweise auch von neuesten Erkenntnissen in der Neurobiologie und der Gerontologie und erlangen betriebswirtschaftliche Kenntnisse zur Führung von Einrichtungen im sozialen Bereich. Im Bereich der Pädagogik wird ein Schwerpunkt auf die frühkindliche Förderung von Kindern unter 3 Jahren sowie im Vorschulalter gelegt. Neue Sozialgesetze, z.B. Jugendhilferecht, Pflegegesetz, Sozialhilferecht, Gesetzgebung im Gesundheitswesen zählen ebenfalls zu den Unterrichtsinhalten.
Der Bewerbungsschluss zur Aufnahme an einem Beruflichen Gymnasium ist jedes Jahr der 1. März. In Baden-Württemberg hat das Berufliche Gymnasium einen hohen Stellenwert, da es zur Durchlässigkeit entscheidend beiträgt. Ein Drittel der Abiturientinnen und Abiturienten erwerben ihre Hochschulreife an Beruflichen Gymnasien.
Anlage: Standortübersicht
Neue Standorte von öffentlichen Sozialwissenschaftlichen Gymnasien zum Schuljahr 2010/11:
* Backnang Anna-Haag-Schule * Biberach Matthias-Erzberger-Schule * Böblingen Mildred-Scheel-Schule * Buchen Hauswirtschaftliche Schule * Emmendingen Gewerbl. und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schulen * Ettlingen Bertha-von-Suttner-Schule * Friedrichshafen Droste-Hülshoff-Schule * Göppingen Justus-von-Liebig Schule * Heidenheim Maria-Linden-Schule * Heilbronn Christiane-Herzog-Schule * Lörrach Mathilde-Planck-Schule * Nagold Hauswirtschaftliche Schule * Rottweil Oswald-von-Nell-Breuning-Schule * Sinsheim Albert-Schweitzer-Schule * Tübingen Mathilde-Weber-Schule
Bereits bestehende Standorte (2 langjährige Standorte und 15 neue Standorte seit dem Schuljahr 09/10):
* Aalen Justus-von-Liebig-Schule * Bad Säckingen Hauswirtschaftliche Schulen * Bruchsal Käthe-Kollwitz-Schule * Crailsheim Eugen-Grimminger-Schule * Ehingen Magdalena-Neff-Schule * Hechingen Hauswirtschaftliche Schule * Ludwigsburg Mathilde-Planck-Schule * Lahr Kaufmännische Schule * Leutkirch Sophie-Scholl-Schule * Mannheim Helene-Lange-Schule * Öhringen Richard-von-Weizsäcker-Schule * Pforzheim Johanna-Wittum-Schule * Radolfzell Mettnau-Schule * Rastatt Anne-Frank-Schule * Sigmaringen Sybilla-Merian-Schule * Stuttgart Hedwig-Dohm-Schule * Villingen-Schwenningen Albert-Schweitzer-Schule
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