Staatssekretär Willems zur Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Köln über das Bildungsniveau der Bundesländer: "Mangelnde Seriosität"

Die Studie ist nicht von in Bildungsfragen ausgewiesenen Fachleuten erstellt worden, was allein an dem unklaren Zusammenhang der einzelnen Faktoren und ihrer nicht durchschaubaren Gewichtung zu erkennen ist. Schon von daher sind die Bewertungen kaum nachzuvollziehen.

25.11.2004 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Diese Feststellung veranlasste Staatssekretär Willems zu der Bemerkung: "Das Bildungswesen wird nicht schon dadurch besser, dass in regelmäßigen Abständen sich unterschiedliche Institute aufgerufen fühlen, öffentlichkeitswirksam die Misere an den Schulen zu beklagen".

Die von der Initiative aus der Landesstatistik oder anderen nicht bekannten Quellen entnommenen Daten (mit dem Kultusministerium oder den Schulen gab es keinerlei Kontakt) sagen noch nichts über die tatsächlichen Qualitätsentwicklungen in den Schulen. "Wer die Qualität eines Bildungswesens z.B. nach der Zahl der Abiturienten bemisst, missachtet und verkennt die tatsächlichen Leistungen vieler Schüler und Lehrer", betonte Willems.

Die Zahl der Schüler ohne Schulabschluss ist allerdings in der Tat zu hoch. Nun sagt die Studie selbst, dass Reformen erst mit zeitlicher Verzögerung wirksam werden. Dann wäre es, so Willems, gut gewesen, wenn die Verfasser auf die vielfältigen Maßnahmen des Kultusministeriums in Sachsen-Anhalt hingewiesen hätten. Dazu zählen das auf praxisorientierte Schulabschlüsse ausgerichtete Programm "Produktives Lernen", Schulprogrammarbeit, Lehrerfortbildung, interne und externe Evaluation, Entwicklung von Rahmenrichtlinien und Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten, Stärkung der Verantwortlichkeit des Schulleiters u.a.m..

Staatssekretär Willems resümierte: "Eigenlob der Art, dass die Studie umfassend die Bildungssysteme der Länder vergleiche, ist sowohl falsch wie wissenschaftlich unseriös".


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