Staatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann unterzeichnet für die Landesregierung Vertrag zur Verlagerung der IGS Pansdorf nach Ratekau

"Mit dem Vertrag zwischen dem Kreis Ostholstein, der Gemeinde Ratekau und der Landesregierung Schleswig-Holstein zur Verlagerung der IGS Pansdorf an den Standort Ratekau wird die Einigung der drei Parteien jetzt auch rechtlich abgesichert. Ich freue mich, dass damit langfristig die Existenz der IGS und deren Standort gesichert ist und die Schülerinnen und Schüler der IGS Pansdorf nicht mehr lange in Containern unterrichtet werden müssen", so Bildungsstaatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann heute (17. Februar 2006) bei der Unterzeichung des Vertrages. Neben dem Staatssekretär aus dem Bildungsministerium, der für die Landesregierung unterschrieben hat, haben für den Kreis Ostholstein Landrat Reinhard Sager und für die Gemeinde Ratekau, Bürgermeister Peter Brückel unterzeichnet.

20.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

In dem Vertrag regeln das Land, der Kreis Ostholstein und die Gemeinde Ratekau das weitere Verfahren und die Kostenaufteilung. Aufgrund des Rückgangs der Schülerzahlen erreichen einige Schulen in der Region nicht mehr die notwendigen Mindestgrößen erreichen. Der fünfte Jahrgang der Realschule Ratekau wird nach den derzeitigen Prognosen die gesetzlich geforderte Zweizügigkeit zum Schuljahr 2006/07 nicht erreichen und konnte zum laufenden Schuljahr 2005/06 bereits nur einzügig mit 27 Schülerinnen und Schüler betrieben werden. Die Gemeinde Ratekau und der Kreis streben daher an, das Schulangebot neu zu ordnen. So soll die IGS Pansdorf an den Standort der jetzigen Realschule Ratekau verlegt werden und die Realschule im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben auslaufen. Ihre Schülerinnen und Schülern werden dort ihren Realschulabschluss erlangen. Die Realschule bleibt für die Phase des Auslaufens organisatorisch selbstständig. "Das Land wird sicher stellen, dass es für diese Auslaufphase eine angemessene Versorgung mit Lehrkräfte gibt", so Meyer-Hesemann.

Bereits zum Schuljahreswechsel 2006/07 kann ein neuer Einschulungsjahrgang der IGS in den Räumen der Realschule Ratekau aufgenommen werden. Die vierzügige Gesamtschule soll ab dem Schuljahr 2007/08 mit einer gymnasialen Oberstufe betrieben werden. Die Gemeinde Ratekau strebt die Trägerschaft für die Gesamtschule an. Es wird geprüft, das Aufnahmeverfahren so zu modifizieren, dass Schülerinnen und Schüler aus Ratekau vorrangig berücksichtigt werden können.

Die mit der Verlagerung notwendigen Baukosten werden von der Gemeinde, dem Kreis und dem Land finanziert. Staatssekretär Meyer Hesemann betonte, dass sich die Landesregierung mit Beschluss vom 31. Januar bereit erklärt hat, sich im Umfang von bis zu fünf Millionen Euro zu beteiligen. Wolfgang Meyer-Hesemann: "Damit kann das schwebende Verfahren vor dem Verwaltungsgericht für erledigt erklärt werden. Wir sind zufrieden, dass wir uns ohne ein Gerichtsurteil verständigen konnten und die Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrkräfte der IGS Pansdorf jetzt eine gute Perspektive für ihre Schule haben." Das Verwaltungsgericht hatte im Oktober 2005 einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, der im Wesentlichen vorsah, dass der Kreis und das Land einen über die Schulbauförderung hinausgehenden Baukostenzuschuss von jeweils 5 Millionen Euro zahlen.

Der Kreis Ostholstein und die Gemeinde Ratekau streben zur Umsetzung der Schulverlagerung eine Verwaltungsgemeinschaft an. Bis zur Fertigstellung der notwendigen Bauarbeiten für den Umzug wird die Aufgabe der Schulträgerschaft für die derzeitige IGS Pansdorf durch den Kreis erfüllt.


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