Nordrhein-Westfalen

Standards für die Inklusion in Schule schaffen!

Die GEW setzt auf den weiteren Ausbau der Inklusion an den Schulen bei gleichzeitiger Verbesserung der Rahmenbedingungen für das gemeinsame Lernen behinderter und nichtbehinderter Schüler. Von der Landesregierung, die heute den Gesetzentwurf zur Inklusion (9. Schulrechtsänderungsgesetz) in den Landtag eingebracht hat, fordert die Bildungsgewerkschaft die Vorgabe verbindlicher Qualitätsstandards und mehr Personal.

24.04.2013 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Wir verlangen von der Landesregierung verbindliche Qualitätsstandards. Schulaufsicht, Schulträger und Schulen müssen verpflichtet werden, rechtzeitig vor dem Start des gemeinsamen Lernens, die notwendigen Qualitätsvorkehrungen zu treffen und die organisatorischen und personellen Voraussetzungen sicher zu stellen," fasste Landesvorsitzende Dorothea Schäfer die Position der GEW zusammen.

Die vorhandenen Ressourcen sollen laut GEW-Beschluss in Inklusionsklassen und in sog. Vorreiterschulen gebündelt werden. In "Fachzentren für Inklusion" solle die notwendige Qualifizierung und der fachliche Austausch der multiprofessionellen Teams erfolgen.

Planvolles Vorgehen mit größtmöglicher Transparenz unter Einbeziehung aller Beschäftigten sei für den weiteren Inklusionsprozess an den Schulen in NRW das oberste Gebot. "Die GEW", so GEW-Chefin Schäfer, "setzt sich für die Entwicklung eines Inklusionsplans und für Qualitätsvorgaben für eine inklusive kommunale Schulentwicklungsplanung ein."

Die erforderliche zentrale Steuerung dieses Prozesses von höchster gesellschaftlicher Relevanz müsse mithilfe eines Landesinklusionsbeirates, in dem alle relevanten Gruppen vertreten sind, auf den Weg gebracht werden.

Zentrale Steuerung der Inklusion auf der Landesebene sei ebenso erforderlich wie die Mitbestimmung der Beschäftigten in den Schulen vor Ort. Schäfer wörtlich: "Für uns als Gewerkschaft ist klar, dass beim schrittweisen Umbau zu einem inklusiven Schulsystem die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen diesen Prozess mit gestalten und mitbestimmen."


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