START, das Schülerstipendienprogramm für begabte Zuwanderer, erstmalig in Brandenburg

In diesem Jahr können sich erstmalig Schüler mit Migrationshintergrund für START, das Schülerstipendienprogramm für begabte und sozial engagierte Zuwandererkinder in Brandenburg, bewerben. Für das Schuljahr 2006/2007 sind 6 Stipendienplätze an Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13 zu vergeben. Gefördert wird das Programm von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Freudenberg Stiftung GmbH, dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und den Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule Brandenburg (RAA). Das Finanzvolumen für START-Brandenburg beträgt rund 100.000 €.

22.05.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Ziel von START ist es, die Integration von Migrantenkindern zu unterstützen, bessere Voraussetzungen für eine mögliche akademische Laufbahn zu schaffen und Wege in berufliche Leitungsfunktionen zu eröffnen. Die Beteiligung an START soll Ansporn zur Integration sein und ist eine Anerkennung von Spitzenleistungen junger Zuwanderer in Deutschland. "Wir sind stolz, das START-Stipendienprogramm heute zum ersten Mal in Brandenburg ausschreiben zu kön-nen. "START ist ein Signal aus der Mitte der Gesellschaft", so Dr. Kenan Önen, Projektleiter Integration von Zuwandererkindern und -jugendlichen der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. "Wir setzen auch weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Stiftungen und anderen Partnern. Wir möchten die bürgergesellschaftliche Dynamik des Projekts nutzen und freuen uns auf neue Impulse aus Brandenburg."

Die Stipendiaten erhalten zunächst für ein Jahr monatlich 100 Euro Bildungsgeld sowie einen Computer mit Internetanschluss. Außerdem werden sie durch Beratungsangebote im Bereich der Ausbildungs- und Studienplanung, Bildungsseminare sowie verschiedene Exkursionen gefördert. Einmal im Jahr sind alle START-Stipendiaten zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Der Aufbau von Kontakten zur Wirtschaft, die Vermittlung von Praktika sowie der Aufbau eines Netzwerkes ehemaliger Stipendiaten ergänzen das Angebot. Wenn die Jugendlichen erfolgreich sind, kann das Bildungsgeld bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses gewährt werden.

Das Land Brandenburg befürwortet das Projekt und freut sich über das Engagement der Stiftungen. Die beteiligten Stiftungen übernehmen die Kosten der Stipendien. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung liefert das Projektdesign sowie die Personalkosten und sichert die Teilnahme der Stipendiaten an Bildungsseminaren sowie am START-Jahrestreffen. Die RAA Brandenburg stellt die Räumlichkeiten für die Landeskoordination zur Verfügung. Alle vier Partner entscheiden gemeinsam über die Stipendiatenauswahl und -aufnahme.

Bildungsminister Holger Rupprecht sagt: "Die Unterstützung von begabten Migranten kann einen zentralen Beitrag zur Integration leisten. Erfolgreiche Migranten, die Chancengleichheit erfahren konnten, stellen Vorbilder für andere Migranten dar. Sie verdeutlichen, dass Integration möglich ist und sich lohnt, und dass diese Gesellschaft ein klares Bekenntnis zur Integration der Migranten gibt. Das Land Brandenburg unterstützt das START-Stipendienprogramm, weil dieses einen wichtigen Beitrag zur Toleranz und Weltoffenheit leistet."

"START gibt der Integration von jungen Menschen mit einer familiären Migrat-onsbiographie Gesichter. START schafft Vorbilder und zeigt, welche Unterstützung Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg brauchen: Ermutigung, indi-viduelle Förderung, Anerkennung von Eigeninitiative und Vernetzung mit anderen jungen Leuten, die etwas bewegen wollen", so Dr. Pia Gerber, stellvertretende Geschäftsführerin der Freudenberg Stiftung GmbH.

Alfred Roos, Geschäftsführer der RAA Brandenburg, erklärt das Engagement bei START mit folgenden Worten: "Spricht man in Deutschland von Zuwanderung, so geschieht dies immer noch allzu sehr unter der Rubrik: "Probleme". Die Leistungen von Einwanderern und ihrer Familien geraten meist aus dem Blick. Brandenburg wird in den kommenden Jahren eine hohe Nachfrage nach gut qualifizierten jungen Menschen haben. Das Land Brandenburg braucht Zuwanderung. START hilft uns, deutlich zu machen: Der Beitrag der Zuwanderer und ihrer Kinder ist eine Chance für Brandenburg und wird für die zukünftige Entwicklung Brandenburgs von hoher Bedeutung sein", so Alfred Roos.

Ab sofort können sich gesellschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13 mit Migrationshintergrund und Wohnsitz in Brandenburg, die gute bis sehr gute schulische Leistungen vorweisen, unter folgender Adresse um ein START-Stipendium bewerben bzw. Bewerbungsunterlagen erhalten: Landeskoordination START-Brandenburg, RAA Brandenburg, Alfred Roos, Friedrich-Engels-Straße 1, 14473 Potsdam. Die Ausschreibungsunterlagen können auch unter www.start.ghst.de (Wo es START gibt à Brandenburg) herunter geladen werden.

Der Bewerbung sind ein Antrag, ein handgeschriebener tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild, ein Anschreiben mit ausführlicher Begründung der Bewerbung, eine ausführliche Beschreibung des bisherigen Lebensweges sowie das Gutachten mindestens einer Lehrkraft oder der Schulleitung und eine Kopie des aktuellen Zeugnisses beizulegen. Die Bewerbungen müssen bis zum 30. Juni 2006 bei der Landeskoordination START-Brandenburg eingegangen sein.

Im START-Programm werden zurzeit insgesamt 278 Schülerinnen und Schüler aus 53 Herkunftsländern gefördert. Neben Brandenburg gibt es START auch in Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rhein-land-Pfalz, im Saarland, in Sachsen und in Schleswig-Holstein. Für das laufende Schuljahr ist die Einführung von START außerdem in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant.

Kontakt:

Landeskoordination START-Brandenburg
RAA-Brandenburg
Alfred Roos 1
Friedrich-Engels-Straße 1
14473 Potsdam
Tel.: 0331-7 47 80-0
Fax: 0331-7 47 80-20 E-Mail:


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