Studie

Rechtskonforme Gestaltung digitaler Bildung an Schulen

Die neue Studie „Digitale Bildung. Lösungsvorschläge zum Datenschutz im Schulverhältnis“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., macht Vorschläge zur rechtssicheren Gestaltung der digitalen Schule.

30.10.2019 Bayern Pressemeldung ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.V.
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Federführend war Professor Dirk Heckmann, Experte für Datenschutz- und Internetrecht und Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs. Die vbw wirbt angesichts der Studienergebnisse für konsequentes Handeln, um die digitale Souveränität von Schülern zu fördern: „Seitens des Staates muss ein Gesamtkonzept zur digitalen Bildung umgesetzt werden. Zentrale Elemente sind die technische Ausstattung der Schulen, die Entwicklung von Handlungskonzepten für digital gestützte Lehr- und Lernprozesse, die mediendidaktische und medienerzieherische Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Beratung und Unterstützung der Schulen beim Prozess der digitalen Transformation“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Grundvoraussetzung ist laut Brossardt, dass digitale Technik juristisch konform eingesetzt wird. „Digitale Bildung muss immer unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben gestaltet werden. Dazu zählt der Datenschutz“, so Brossardt. Die neue Studie der vbw untersucht unter anderem Anforderungen an schulische Internetauftritte sowie bei der Einrichtung digitaler Schülerkonten oder im Hinblick auf die Nutzung der Lernplattform „mebis“ des Bayerischen Kultusministeriums. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Vorgaben des Datenschutzes der Digitalisierung der Schulen nicht entgegenste-hen. Diese schaffen vielmehr ein Bewusstsein über den Wert personenbezogener Daten und deren Schutzbedarf.

„Die mit digitaler Bildung verbundenen Chancen sind enorm. Unser Ziel muss sein, Schulleitungen und Lehrkräfte über Schulgrenzen hinweg zu vernetzen, damit die Einrichtungen und das pädagogische Personal aus digitalen Transformationsvorgängen anderer Institutionen lernen. Außerdem braucht es Musterinformationen und Vereinbarungen durch die Kultusverwaltung“, so Brossardt.

Die Studie enthält auch Checklisten zu Themen wie „Anforderungen an schulische In-ternetauftritte“, „Vorgaben hinsichtlich digitaler Lernplattformen“ sowie „Voraussetzungen und Nutzungsregelungen im Bereich Bring Your Own Device“. Die Studie finden Sie hier.


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