Ländervergleich

Thüringen stark bei Bildungstest – Matschie: "Bessere Schule bleibt das Ziel"

Thüringen hat mit starken Ergebnissen beim ersten deutschen Ländervergleich von Deutsch und Mathematik im Grundschulbereich abgeschlossen. "Die Thüringer Schüler erreichten in allen getesteten Kategorien Werte in der Spitzengruppe. Nur zwei andere Länder – nämlich Bayern und Baden-Württemberg – schaffen es ebenfalls, durch die Bank besser als der Durchschnitt abzuschneiden."

05.10.2012 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Neben den guten Kompetenzwerten zeigt der IQB-Ländervergleich 2011 eine weitere Stärke des Thüringer Schulsystems: "Die Bildungschancen in Thüringen sind günstiger verteilt. Überall bestimmt die soziale Herkunft den Bildungserfolg. Aber Thüringen, Brandenburg und Sachsen schaffen es, diesen Zusammenhang relativ gering zu halten. Das ist und bleibt wichtig: Denn es ist eine Frage der Gerechtigkeit und der Zukunftsfähigkeit. Wenn wir den wachsenden Fachkräftebedarf erfolgreich begegnen wollen, brauchen wir die klügsten Köpfe."

Matschie sieht in der Studie eine Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit aller Pädagogen im Land: "Das gute Abschneiden der Thüringer Schüler ist das Ergebnis guten Unterrichts unserer engagierten Lehrer und Erzieher." Dieses Engagement zeigt sich auch in der Nutzung von Fortbildungsveranstaltungen: "89 Prozent der repräsentativ befragten Grundschullehrer haben eine Fortbildungsmaßnahme genutzt. Das ist deutschlandweit spitze."

Der aktuelle Ländervergleich bedeutet für Matschie auch einen klaren Auftrag für die Zukunft: "Bessere Schule bleibt unser Ziel. Thüringen kann Bildungsland Nummer eins werden. Unser Hauptproblem zeigt sich dabei erneut im hohen Alterdurchschnitt der Lehrerinnen und Lehrer – gerade auch im Grundschulbereich. Es war ein Fehler der Vorgängerregierung, in der Vergangenheit notwendige Einstellungen hinauszuschieben. Wir sind jetzt auf dem richtigen Weg, dieses schwere Erbe abzuarbeiten. In den kommenden beiden Jahren planen wir insgesamt 800 Neueinstellungen – ein Großteil davon im Grundschulbereich."


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