Sachsen

Über 5.000 Lehrkräfte in Sachsen im Streik

Mehr als 5.000 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Bereich der Regionalstelle Dresden der Sächsischen Bildungsagentur sind heute dem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen und der dbb tarifunion gefolgt. Allein 3.000 Lehrkräfte nahmen an der zentralen Kundgebung in Dresden teil. Sie bekräftigten ihre Forderung nach Verhandlungen über einen Demografie-Tarifvertrag.

14.11.2012 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

"Seit zwei Monaten bieten wir der Landesregierung an, bei der Gestaltung des Generationenwechsels in den Lehrerzimmern mitzuwirken. Doch Finanzminister Georg Unland (CDU) ignoriert das hartnäckig. Diese Gutsherrenmentalität empört die Lehrerinnen und Lehrer in zunehmendem Maße. Sie geben mit ihren Streikaktivitäten die richtige Antwort", sagte die sächsische GEW-Vorsitzende Sabine Gerold in Dresden.

"Die Landesregierung ist gut beraten, auf das Gesprächsangebot der GEW einzugehen", betonte Ilse Schaad, für Angestellten- und Beamtenpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied. "Im Bundesländervergleich werden die sächsischen Lehrkräfte am schlechtesten bezahlt. Deshalb macht sich die GEW bei der Bezahlung der Lehrerinnen und Lehrer für eine bundesweite, einheitliche Regelung per Tarifvertrag stark."

Info: Die Warnstreiks in Sachsen sind für drei Tage geplant. Morgen gibt es Aktionen im Raum Chemnitz, am Freitag folgen die Regionen Leipzig, Bautzen und Zwickau.


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