"Unser Gymnasium eröffnet jungen Menschen gute Chancen"

"Das Bayerische Gymnasium ist ein Garant für eine sehr gute Zukunftsperspektive für unsere Kinder und Jugendlichen." Dies unterstrich heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider anlässlich der Jahrestagung der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bad Aibling. Und dies sei für die Jugendlichen in Deutschland, einem rohstoffarmen Land, zwingende Voraussetzung, damit sie für die Gestaltung ihres Lebens in einem Land mit hohem Wirtschafts- und Sozialniveau gerüstet sind.

10.03.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Den Elternvertretern der Gymnasien dankte Kultusminister Siegfried Schneider für ihren Einsatz, um die Schulen vor Ort wie auch das Gymnasium in Bayern weiter zu gestalten. Er ergänzte: "Die Schule braucht die Rückendeckung der Eltern für ihre eigene erzieherische Arbeit."

An den Gymnasien stehe Bildung im Sinne einer "ganzheitlichen Ent-wicklung der jungen Menschen" im Mittelpunkt. Das Gymnasium müsse kind- und jugendgerecht sein, zugleich aber auch Leistung verlangen.

Neue Oberstufe bereitet gezielt auf Studium und Beruf vor

Das Gymnasium im Jahr 2008 müsse Wissen und vielfältige Kompetenzen vermitteln wie auch die Persönlichkeit bilden. Diesem Grundsatz entspreche die Konzeption der neuen Oberstufe. Einerseits stehen mit dem Blick auf die spätere Studien- und Berufsfähigkeit Fächer wie Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen im Zentrum, andererseits ermöglichen Wahlpflicht- und Profilbereich den Schülerinnen und Schüler, klare individuell Schwerpunkte zu setzen. Bayern eröffne den Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe mit zwei Seminaren hervorragende Voraussetzungen, um sich für Arbeitswelt und Studium bestmöglich vorzubereiten. Minister Schneider betonte, dass er die Erfahrungen und die Anliegen der Eltern zum Gymnasium ernst nehmen. Dies betreffe den Lehrplan ebenso wie die Stundentafel.
Ab dem Beginn seiner Amtszeit habe er sich bewusst die Erfahrungen zurückmelden lassen, um zu sehen, ob der Stoff des Lehrplans sich in dem vorgesehenen Zeitraum tatsächlich vermitteln lasse.
In einzelnen Fächern enthalte der Lehrplan, dies ergab eine von Minister Schneider in Auftrag gegebene Erhebung, zu viel Stoff. Minister Schneider nimmt diesen Befund ernst und wird bis April entsprechende Kürzungen vornehmen. "Bereits im Schuljahr 2008/2009 werden die Änderungen im Lehrplan in Kraft treten", versicherte der Minister. Bei der Entscheidung werden Eltern und Lehrkräfte einbezogen, sagte Kultusminister Schneider zu.
Minister Schneider sprach aber auch die Umsetzung des Lehrplans an. Die Lehrkräfte sollten, wo sie dies nicht schon tun, den Eltern transparent machen, welche Schwerpunkte sie im jeweiligen Schuljahr setzen und wie sie die Lehrbücher einsetzen.

Mit Blick auf die Stundentafel und auf die Qualität der gymnasialen Bil-dung sieht Minister Schneider wenig Spielraum für Kürzungen. Immerhin eröffne der Beschluss der Kultusministerkonferenz neue Optionen. Für ihn stehen Fragen, wie man den Schulalltag gut organisieren kann, im Vordergrund: "Wir brauchen eine bessere Gestaltung der Schultage mit Nachmittagsunterricht" auf der Basis einer wirkungsvollen Rhythmisierung der Stunden und die Einbindung der Hausaufgaben in den Schultag. "Konsequent werden wir offene Ganztagsschulen für das Gymnasium weiter entwickeln", unterstrich der Minister.

"Wir ermutigen alle Schüler zu höheren Bildungsabschlüssen", so Minis-ter Schneider. Dieses Ziel müsse aber nicht automatisch über das Gymnasium erreicht werden.
Minister Schneider erwähnte mit Blick auf den Zugang zum Gymnasium das System der wiederkehrenden Chancen. So könne der Übertritt zum Gymnasium nach der vierten und nach der fünften Jahrgangsstufe sowie nach dem mittleren Bildungsabschluss erfolgen.

Berufliche Oberschule weiterer Zugang zur Hochschule

Minister Schneider ergänzte: Im Mittelpunkt der bayerischen Bildungspolitik steht das Kind. Deshalb gilt für den Minister die Maxime: "Wir müssen alle Talente fördern". Dabei sei es wichtig, dass sich für jede Schülerin und jeden Schüler nach dem erworbenen Schulabschluss eine Anschlussmöglichkeit eröffne. Als einen wichtigen Erfolg versprechenden Weg, auf dem junge Leute den Hochschulzugang erreichen können, umriss Minister Schneider den Ausbau der Fachoberschule (FOS) 13 und die Berufliche Oberschule.

Minister Schneider kündigt Diskurs zur Qualität von Bildung an

Minister Schneider kündigte auch einen umfassenden Diskurs zur Qualität von Bildung an, bei dem Lehrkräfte, Eltern, Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft eingebunden werden.


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