Erhebung

Unterrichtsversorgung in Niedersachsen bei 99,6 Prozent

Die Unterrichtsversorgung an den niedersächsischen öffentlichen allgemein bildenden Schulen hat sich im Schuljahr 2019/2020 erneut leicht verbessert und erreicht einen Wert von 99,6 Prozent im landesweiten Schnitt, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag mitgeteilt hat.

17.01.2020 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
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Damit sei eine Verbesserung um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresstichtag zu verzeichnen. Der Minister sprach von einem „soliden UV-Wert“ und einem „weiteren Schritt nach vorne“. Der Stichtag zur Erhebung der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2019/2020 war der 29.08.2019. 

Die im landesweiten Durchschnitt am besten versorgte Schulform ist weiterhin das Gymnasium mit 102,2 Prozent. Die Grundschulen kommen auf einen Wert von 101,5 Prozent. Die Gesamtschulen erreichen am Stichtag 99,1 Prozent, die Realschulen 98,1 Prozent, die Hauptschulen 94,3 Prozent; die Oberschulen liegen bei 97,1 Prozent und die Förderschulen bei 93,4 Prozent. Verbessert werden konnte auch die „Lehrer-Schüler-Relation“, welche angibt, wie viele Lehrerstunden tatsächlich bei den Schülerinnen und Schülern ankommen. Dieser Wert liegt bei 1,730 im Schuljahr 2019/2020 und erreicht damit einen Höchststand (2018: 1,702).

Die bessere Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2019/2020 ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Land Niedersachsen erneut deutlich mehr Lehrkräfte einstellen konnte, als aus dem aktiven Schuldienst ausgetreten sind. „Die zentrale Erkenntnis ist, dass die guten Einstellungsdurchgänge mit einem sehr deutlichen positiven Saldo die im Landesschnitt verbesserte Lage ermöglicht haben: Im Kalenderjahr 2019 konnten rund 800 Lehrkräfte mehr eingestellt werden, als in Pension gegangen sind“, sagte Kultusminister Tonne. Tonne erklärte zudem, dass sich der weitere Anstieg der Zusatzbedarfe – also der Stunden, die zusätzlich zur Erteilung der Pflicht-Stundentafel und der Poolstunden zugewiesen werden sollen – statistisch deutlich niederschlage. So seien rund 9.000 Stunden mehr für den Zusatzbedarf Inklusion und rund 2.000 Stunden mehr für den Ganztagsbetrieb im laufenden Schuljahr erfasst worden. Um die Dimension zu verdeutlichen: Wenn nur der Grundbedarf (Unterricht nach Stundentafel, Poolstunden, Doppelzählung der inklusiv zu beschulenden Schülerinnen und Schüler) gezählt würde, läge der Unterrichtsversorgungswert bei über 121 Prozent (2018: 120 Prozent). „Damit investieren wir sehr bewusst und in hohem Maße in die wichtigen bildungspolitischen Ziele, um jedes einzelne Kind bestmöglich zu fördern. Die Unterstützung von Kindern mit Förderbedarf und die ganztägige Bildung und Betreuung kosten Lehrkräftestunden. Ich bin aber überzeugt, dass diese Stunden gut investierte Stunden im Sinne der Kinder sind.“


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