Vergleichsarbeiten in Mathematik und Deutsch

Vergleichsarbeiten in Mathematik und Deutsch stehen in dieser Woche auf dem Stundenplan der rund 30.000 Viertklässler. Landesweit beteiligen sich alle 607 Grundschulen an dem Projekt VERA (VERgleichsArbeiten), das 2004 erstmals in Schleswig-Holstein realisiert wurde.

28.09.2005 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave erwartet von VERA wertvolle Aussagen über den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler sowie über die pädagogische Arbeit der Schulen. "VERA gibt den Schulen über die Leistungsmessung hinaus vielfache Anregungen, um die Unterrichtsqualität insgesamt und die Förderung des Einzelnen zu verbessern", sagte die Ministerin heute in Kiel. Sie verwies darauf, dass VERA ab dem Schuljahr 2006/07 auf das Ende des 3. Schuljahres verlegt werde, um den Schulen einen größeren zeitlichen Handlungsspielraum zu geben. In Planung seien Vergleichsarbeiten auch für die Klassen 6. und 8.

Getestet werden die Schülerinnen und Schüler am 27. September im Fach Mathematik mit den Schwerpunkten Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen, es folgt am 29. September Deutsch mit dem Schwerpunkt Leseverständnis. Die Aufgaben sind von Lehrerinnen und Lehrern in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern entwickelt und erprobt worden. Sie orientieren sich an den Lehrplänen für die Grundschule und den bundesweit verbindlichen Bildungsstandards. Im Unterschied zu herkömmlichen Klassenarbeiten wird auch Stoff behandelt, der nicht unmittelbar zuvor erarbeitet worden ist. Durch die Aufgaben wird festgestellt, welches Wissen und welche Fähigkeiten die Schülerinnen und Schüler langfristig im Unterricht, aber auch in ihrer Freizeit und im Elternhaus erworben haben und inwieweit sie diese anwenden können.

Die VERA-Ergebnisse stehen den Schulen innerhalb von zwei Wochen nach der Korrektur der Arbeiten zur Verfügung. Informiert werden jeweils nur die Eltern des Kindes sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Klasse. Bekannt gegeben wird auch das Durchschnittsergebnis der Klasse und der Schule. Anfang Januar 2006 wird außerdem das Ergebnis einer Landesstichprobe vorliegen - dieses soll im Internet unter www.vera.lernnetz.de veröffentlicht werden.

Bildungsministerin Erdsiek-Rave betonte, dass es kein landesweites Ranking der VERA-Ergebnisse geben werde. "Das widerspricht dem Ziel von VERA. Uns liegt nicht daran, Schulen über ein simples Ranking zu vergleichen. Wir wollen aber jeder Schule, jeder Lehrkraft und den Eltern Impulse geben, wie die Kinder besser gefördert werden können."

VERA ist ein länderübergreifendes Projekt, an dem sich neben Schleswig-Holstein auch die Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligen. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Universität Landau.


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