Versprochen ist versprochen!
In Wahlveranstaltungen haben Landespolitiker ihre Pläne zu den unterschiedlichen Politikfeldern nachhaltig mit dem Slogan untermauert: "Versprochen ist versprochen!".
18.05.2011 Pressemeldung Verband Reale BildungDer Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) Bernd Karst warnt die neue Landesregierung vor einem Vertrauensbruch durch das provokant leichtfertige Aufgeben ihrer Wahlversprechungen. Er erinnert an die von SPD und Bündnis90/Die Grünen gegebenen Zusagen, dass "durch den Rückgang der Schülerzahlen frei werdende Ressourcen nicht eingespart, sondern im Schulsystem verbleiben und in … pädagogische Verbesserung investiert werden" (SPD) und dass "qualifizierte Lehrkräfte mit fachlich und insbesondere unterrichtspraktisch hohen Kenntnissen nur in gut besoldeten und mit hoher Wertschätzung für Ihren Beruf ausgeprägten Umgebungen gehalten werden können" (GRÜNE).
Wie sollen sich "die Besten jedes Jahrgangs" für den Lehrerberuf entscheiden, wenn ihnen die neue Landesregierund für die kommenden Jahre deutliche Verluste des Realeinkommens in Aussicht stellt, während gleichzeitig die Löhne im Bereich der Wirtschaft attraktiv ansteigen? Insbesondere für die Unterrichtsversorgung in den sog. MINT-Fächern, würden solche Einsparungen fatale Folgen zeigen.
Karst kritisiert zudem den scheinbar neuen Politikstil der Landesregierung, ohne Gespräche mit den Lehrerverbänden, Gewerkschaften und Personalräten die Sparmaßnahmen zur Konsolidierung des Haushalts festzulegen. Er erinnert die Koalitionäre an die im Koalitionsvertrag im Kapitel "Arbeitnehmerrechte und Mitbestimmung" gemachten Zusagen, dass Personalräte unverzichtbare Partner einer modernen und leistungsfähigen Öffentlichen Verwaltung sind und die neuen Koalitionäre den Dialog mit den Gewerkschaften und Verbänden weiter fortsetzen wollen.
Der VDR-Vorsitzende fordert die neue Landesregierung auf, die in den letzten Tagen angekündigten Einsparungen im Bildungsbereich und in der Beamtenbesoldung zurückzunehmen: "Beste Bildung gibt es nicht zum Schleuderpreis!"
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