Vorsorgende Politik mit nachhaltigen Investitionen
Die GEW geht davon aus, dass die neue Landesregierung – gestützt von einer deutlichen parlamentarischen Mehrheit - den Kurs der "vorsorgenden Politik" fortsetzt und dazu nachhaltige Investitionen in Bildung und Schule vornimmt. Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft muss mehr für die Beschäftigten im Bildungssystem getan werden. Dazu gehört auch der Einsatz für eine faire Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte und die Bildung von kleineren Klassen in allen Schulformen.
12.06.2012 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Erfreulich ist, dass die durch den demografischen Wandel bedingten freiwerdenden Personalmittel auch wirklich im Schulsystem bleiben sollen", erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer in einer ersten Reaktion auf das Schulkapitel im rot-grünen Koalitionsvertrag. "Wir brauchen jede Stelle für die gewaltigen Aufgaben, die im Schulbereich vor uns liegen." Dazu gehören insbesondere gute Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Inklusion sowie Ressourcen für den Aufbau der neuen Sekundar- und Gesamtschulen.
Rot-Grün habe mit der Minderheitsregierung in der Schulpolitik die richtigen Akzente gesetzt, jetzt komme es darauf an, diese Linie konsequent fortzusetzen. Schäfer: "Für vorsorgende Politik braucht man nachhaltige Investitionen." Skeptisch bewertet Schäfer allerdings die von Ministerpräsidentin Kraft erwartete "Präventionsrendite" im Bereich des Übergangs von Schule in den Beruf. Die vorgesehene Einsparung von 500 Stellen an den Berufskollegs setze voraus, dass tatsächlich der Übergang von der Schule in den Beruf durch die Umsetzung der Ausbildungsgarantie gelinge. Schäfer: "Das ist ein sinnvolles, aber sehr ehrgeiziges Ziel."
Die GEW begrüßt das Vorhaben der Koalitionspartner, zur effizienteren Steuerung der Lehrerfortbildung in NRW ein neues Landesinstitut für Bildung zu schaffen. Schäfer abschließend: "Wir brauchen einen ´think tank´ für die weitere Professionalisierung des Lehrerberufs und für moderne Schulentwicklung. Die bisherige Organisation der Lehrerfortbildung ist ineffektiv."
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