Warnung vor unproduktiver Schulstrukturdebatte des Realschullehrerverbandes
Vor einer unkalkulierbaren Schulstrukturdebatte warnen die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW sowie der nordrhein-westfälische Philologen-Verband. Ein seit einigen Tagen vorliegendes Informationsblatt des Realschullehrerverbandes NRW plädiert für eine ´Neugestaltung der Schullandschaft in Nordrhein-Westfalen´. Die Vorschläge greifen tief in die Bildungsstrukturen aller Schulformen, auch der Gymnasien und vor allen Dingen der Berufskollegs ein.
11.06.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Landeselternschaft und Philologen-Verband halten jede Strukturdebatte für schädlich, da sie von der eigentlichen Qualitätsdiskussion und der inhaltlich- substantiellen Ausgestaltung unterschiedlicher Bildungsgänge ablenkt. Keinesfalls darf man der Öffentlichkeit den Eindruck vermitteln, als seien alle bestehenden Probleme der Schulpolitik im Handstreich zu beheben, wenn man nur die Schulstrukturen verändert.
Ein Konzept, wonach alle Schulformen künftig den Hochschulzugang vergeben, dabei aber die Hochschulen selbst über den Zugang entscheiden, lehnen die Landeselternschaft der Gymnasien und der Philologen-Verband kategorisch ab. Eine Entwertung von Schulabschlüssen ist für beide Verbände nicht hinnehmbar. International hoch anerkannt ist die duale Ausbildung, deren eines Standbein die Berufskollegs darstellen. Gerade erst in den letzten Tagen war eine schwedische Delegation in Deutschland, um das Berufsschulwesen zu studieren und davon zu lernen. Eine solch bewährte Einrichtung darf auf keinen Fall durch Vorschläge zur Veränderung der Schulstruktur ins Wanken gebracht werden.
gez. Gabriela Custodis
- Vorsitzende der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW -
gez. Klaus Schwung
- Pressesprecher des Philologen-Verbandes NW -
Keine Kommentare vorhanden