Weit über 40 Prozent der Hochschulzugänge kommen von Hauptschulen und Realschulen

"Heute ist Zeugnistag -- Grund, den vielen Tausenden von Schülerinnen und Schülern herzlich zu gratulieren für ihre im letzten Jahr gezeigte Anstrengungsbereitschaft und ihre erbrachten Leistungen", beglückwünscht Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes die jungen Menschen. Insbesondere der Abschluss der Mittleren Reife bietet den jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten im Leben: Sie starten entweder erfolgreich ins Berufsleben oder schaffen auch über die beruflichen Oberschulen oder Fachhochschulen gleichrangig mit den Gymnasiasten das Abitur und absolvieren ein Studium. Bayern ist zudem das einzige Bundesland, in dem die Zahl der Studierenden immer noch ständig zunimmt, während sie im restlichen Deutschland abnimmt.

01.08.2008 Bayern Pressemeldung Verband Reale Bildung

Unsere jungen Menschen haben in Bayern das Glück, dass wir hier ein so vielfältig differenziertes Schulsystem haben, das dazu noch sehr durchlässig sei. So könne man mit jedem Abschluss letztendlich zur Hochschulreife gelangen und alle Talente können individuell und schülergerecht gefördert werden, erklärt Huber und verweist auf das Zitat von Kultusminister Siegfried Schneider, das den wichtigsten Grundsatz des gegliederten bayerischen Bildungssystems zum Ausdruck bringt: "Kein Abschluss ohne Anschluss." Dank dieser Durchlässigkeit kommen derzeit rund 40 Prozent der Hochschulzugänge von Hauptschulen und Realschulen. "Wenn es seinen Anlagen, Fähigkeiten und Begabungen entsprechend gefördert wird, macht jedes Kind seinen Weg", weiß der brlv-Vorsitzende. Im Übrigen ist nun auch über die berufliche Ausbildung mit dem Meister der Weg zum Hochschulstudium offen. Ein Weg, der sicherlich für einen Großteil unserer Jungendlichen nicht für eine erfüllte existenzsichernde Erwerbstätigkeit erforderlich ist."

Wer hier von einer "Vergeudung von Talenten" spricht, zeigt, dass er über das differenzierte System in Bayern nicht Bescheid weiß oder, noch schlimmer, aus wahlkampfpolitischen Überlegungen heraus die Zukunft unserer Kinder und Jugendlicher missbrauchen möchte. Dies jedoch haben unsere Schülerinnen und Schüler nicht verdient.

"Allerdings", so Huber, kann auch unser Schulsystem in Bayern, das sicherlich eine gute Ausgangsbasis ist, noch an der ein oder anderen Stelle verbessert werden und insbesondere die Information der Grundschuleltern über die vielfältigen möglichen Bildungswege muss in Zukunft verbessert werden, damit bereits frühzeitig überlegt werden kann, wie die Talente unserer Kinder und Jugendlichen am besten gefördert werden können.

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Verband Reale Bildung

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