Wir appellieren an die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen: Erhöht den Kultusetat zur Finanzierung von Ganztag, Inklusion und KITAs
Gemeinsam appellieren die Organisationen der Beschäftigten in den niedersächsischen Schulen an die Landesregierung und die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen: Erhöht den Kultusetat pro Jahr um weitere 200 Mio. Euro, damit die Finanzierung der Ganztagsschulen, der Inklusion und der Kindertagesstätten gesichert wird. Das ist bei gutem Willen möglich.
26.08.2013 Pressemeldung GEW NiedersachsenEs geht nicht an, dass die Landesregierung die Fehler und Versäumnisse der Politik auf Kosten der Lehrkräfte lösen will. Arbeitszeitverlängerung ist der falsche Weg an Gymnasien und an jeder anderen Schulform. Die Verweigerung der Altersermäßigung schadet nicht nur den älteren KollegInnen, sondern verhindert auch mögliche Einstellungen von ReferendarInnen und die Verteilung der Arbeit auf mehr Schultern. Insgesamt geht es um 1.900 Einstellungsmöglichkeiten. Das geht alle Lehrerinnen und Lehrer an – ältere wie jüngere.
Unsere Kolleginnen und Kollegen in allen Schulformen erwarten, dass nach Jahren der Überlastung endlich ein Weg zur Entlastung und zur Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung an allen Schularten gefunden wird. Die 28 Wochenstunden an Grundschulen und 27,5 Wochenstunden an Hauptschulen sind ein Skandal, der nicht dadurch besser wird, dass die Arbeitszeit für Gymnasiallehrkräfte erhöht wird.
Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen und wollen den Anfängen wehren. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im DGB und die Lehrer-Verbände des Beamtenbundes (Philologenverband, Verband Bildung und Erziehung, Verband niedersächsischer Lehrkräfte und die Berufsschul-Verbände) rufen für Donnerstag, den 29. August zu Demonstration und Kundgebung in Hannover auf, um die Landtagsabgeordneten mit den Erwartungen der Beschäftigten in den Schulen zu konfrontieren. Aus beiden Fraktionen gibt es inzwischen Aussagen, die für eine Revision der Vorschläge des Haushaltsklausur der Landesregierung plädieren und die den Etat der Kultusministerin erhöhen wollen, um eine stärkere Belastung der Lehrkräfte zu vermeiden.
"Liebe Kolleginnen und Kollegen, kommt nach Hannover, um zu demonstrieren, dass wir unsere Interessen gemeinsam und solidarisch vertreten. Nur so sind wir ein politisch beachtlicher Faktor und können etwas für uns und die Lernbedingungen unserer SchülerInnen bewegen!"
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