Wir haben Beweise!
Mit deutlichem Unverständnis reagiert die Mehrheit der bayerischen Lehrkräfte auf Äußerungen eines Lehrerverbandes vom Wochenende. abl-Präsident Anton Huber kommen-tiert: "Einmal mehr werden Behauptungen in die Welt gesetzt, die jeglicher Grundlage entbehren. Wenn beispielsweise gefordert wird "Die Menschen müssen zwischen beiden Schulformen wählen dürfen". oder "Die Bevölkerung habe ein Recht auf Entscheidungsfreiheit.", dann fragen sich die Lehrkräfte aller Schularten, wie das mit der Verschmelzung von Schularten (z. B. Realschule und Hauptschule) zusammenpasst.
05.06.2011 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Man sollte doch die Bevölkerung zumindest für so intelligent halten, zu durchschauen, dass bei nur mehr zwei allgemein bildenden Schularten, die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium, die Wahlfreiheit der Eltern von einer Vielzahl an Möglichkeiten (Hauptschule, Realschule, Wirtschafsschule, Gymnasium, …) auf zwei erheblich eingeschränkt wird."
Im Übrigen seien nach Huber auch andere Behauptungen und Forderungen höchst fragwürdig. Huber weiter: "Wenn man die Gemeinschaftsschule fordert, und dabei alle Schüler nach dem Bildungskonzept des Gymnasiums versucht zu fördern, wozu braucht es dann noch verschiedene Schularten und Abschlüsse. Alle haben dann mit der Einschulung automatisch das Abitur – das dann allerdings nichts wert ist. Zur Wahrheit gehört, dass alle Länder mit sehr hohen Abiturquoten extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit haben. Wollen das diese Lehrkräfte? Oder: Wenn es keine Vorteile von homogeneren Lerngruppen gibt, weshalb gibt es dann in den Vorschlägen dieser Funktionäre abschlussbezogene Klassen?" Ganz offensichtlich operiert man seit Jahren mit leeren Worthülsen und einem völlig unzulänglichen Bildungskonzept, das man als fortschrittlich verkauft. Dabei werden Behauptungen in die Welt gesetzt, die eindeutig falsch sind. Ein weiteres Beispiel ist "Zudem verursacht die Bereitstellung von drei parallelen Schularten hohe Kosten bei geringer Effizienz." Alle seriösen Bildungsexperten wissen, dass die Gemeinschaftsschule ca. ein Drittel mehr kostet und einen sehr viel geringeren Fördereffekt hat. Das ist vielfach bewiesen!"
ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER LEHRERVERBÄNDE
Für den Inhalt verantwortlich: Ansprechpartner: Anton Huber, abl-Präsident, Landesvorsitzender brlv, Tel. 0171 8290193Der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) gehören der Bayerische Philologenverband (bpv), der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV), die Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern (KEG) und der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) an. Die in der abl zusammenge-schlossenen Verbände vertreten die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften
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