Wahlkampf in Bayern

"Wir haben den einzelnen Schüler im Blick, die Freien Wähler die Schule als Institution"

"Bildung eröffnet jungen Menschen Lebenschancen. Im Gegensatz zu den Freien Wählern haben wir bei der Gestaltung von Schule und Bildung den einzelnen Schüler im Blick. Wir haben das bayerische Schulwesen so weiterentwickelt, dass jede Schülerin und jeder Schüler das Angebot erhält, das ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. In diesen Anstrengungen werden wir nicht nachlassen", bilanziert Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle heute seine bildungspolitische Arbeit.

04.09.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Er betonte: "Jede Schülerin und jeder Schüler soll die Lernzeit und die Förderung erhalten, die sie bzw. er braucht, um ihr Bildungsziel zu erreichen. Wir geben den Schülern die Zeit, nicht der Organisationseinheit."

Individuelle Lernzeit an bayerischen Schulen

Das Angebot der individuellen Lernzeit wurde von Minister Spaenle eingeführt oder ausgeweitet.

  • So können Schülerinnen und Schüler beim Modellversuch "Flexible Grundschule" die ersten beiden Jahrgangsstufen in ein, zwei oder drei Jahren absolvieren.
  • Insgesamt 40 Vorklassen an Fach- und Berufsoberschulen sowie 92 Einführungsklassen an den Gymnasien bieten zum neuen Schuljahr jungen Menschen ihre persönliche Lernzeit und machen das Schulwesen durchlässiger.
  • An den Gymnasien im Freistaat wird die individuelle Förderung zum neuen Schuljahr erweitert. So können sich die jungen Menschen dort beispielsweise in der Mittelstufe für ein zusätzliches Lernjahr entscheiden und sich so den Stoff von 8 Jahren in 9 Jahren aneignen. Minister Spaenle betont: "Beim Flexibilisierungsjahr bestimmt der Schüler in der Mittelstufe, ob und wann er zusätzliche Zeit benötigt. So kann jeder Schüler die Mittelstufe in seiner eigenen Geschwindigkeit durchlaufen. Die Freien Wähler dagegen wollen Zeit für die Schule als Organisationseinheit."

Gleiche Chancen für Schüler in der Stadt und auf dem Land

Mit dem Flexibilisierungsjahr am Gymnasium eröffnen wir den jungen Menschen die Möglichkeit, die Mittelstufe in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu durchlaufen. Das Modell der Freien Wähler, bei dem Schulen G8 und G9 parallel anbieten, ist ein Konstrukt, das den Schulen Unruhe bringt. Zudem schränkt es die Wahlmöglichkeiten für Schüler bei Fremdsprachen und Ausbildungsrichtungen an kleineren Schulen und im ländlichen Raum massiv ein."

Ganztagsangebote konsequent ausgebaut

Ganztagsangebote bringen den jungen Menschen mehr Zeit, mehr Förderung und damit mehr Chancen. Minister Spaenle hat die Ganztagsschulen daher konsequent ausgebaut, so dass im Schuljahr 2013/2014 an 83 Prozent der allgemeinbildenden Schulen den Schülerinnen und Schülern ein Ganztagsangebot unterbreitet werden kann.

Inklusion durch Vielfalt schulischer Angebote

Bei der Inklusion steht das einzelne Kind im Zentrum. Der Freistaat investiert enorm in die Förderung von jungen Menschen mit Behinderung. Der Doppelhaushalt 2011/12 und 2013/14 beinhaltet 400 Lehrerstellen für Schulen mit dem Schulprofil Inklusion und 250 Stellen für Stammschulen. Die Zahl der Schulen mit dem Profil Inklusion wird weiter ausgebaut. Die Förderschulen bleiben als Kompetenzzentren bestehen.

Gute Lehrerbildung als Grundlage für Erfolg der Schüler

Eine fundierte und schulartbezogene Lehrerbildung ist die Grundlage für ein qualitätsvolles Bildungsangebot. Daher setzt Bayern auf eine Lehramtsausbildung, die sich an den konkreten Anforderungen an Lehrkräfte in den unterschiedlichen Schularten orientiert. Die enge Kooperation zwischen Universitäten und Schulen wird weiter intensiviert. "Das gute Abschneiden bayerischer Kinder und Jugendlicher in den Leistungsvergleichstudien der vergangenen Jahre ist auch das Verdienst der passgenau und sehr gut ausgebildeten Lehrkräfte", so Kultusminister Spaenle abschließend.


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