GEW Bayern

Zur Debatte um Bildungsplanentwurf Baden-Württemberg

Das Verständnis von unterschiedlichen Lebensentwürfen muss in Schulen vermittelt werden - GEW Bayern fordert deutlichere Verankerung in allen Lehrplänen und in der Lehrer_innenbildung!

13.01.2014 Pressemeldung GEW Bayern

Aus Sicht der GEW greift die Debatte in den Medien zu kurz, indem sie sich weitgehend auf Homosexualität beschränkt. Was homosexuelle und lesbische Menschen betrifft, steigt die gesellschaftliche Akzeptanz. Das Outing berühmter Politikerinnen und Sportlerinnen trug allerdings mehr dazu bei als pädagogische Bemühungen. Tatsächlich geht es um den Abbau von Ängsten, Vorurteilen und Vorbehalten von und gegenüber Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen. Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern:

Niemand bezweifelt z. B., dass die Intelligenz (es könnte auch Musikalität, Körpergröße sein) von Menschen der sogenannten statistischen Normalverteilung entspricht, wonach etwa 85 % der Bevölkerung über einen mittleren Intelligenzquotienten verfügen. Daneben gibt es Menschen mit besonders hohem und mit besonders niedrigem IQ. Alle gehören zu unserer Gesellschaft und haben die gleiche Würde. Dies gilt auch für die unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Identitäten sowie die entsprechenden Lebensentwürfe. Darauf hinzuweisen ist ein Verdienst des Baden-Württembergischen Bildungsplanentwurfs. Auch für die GEW ist es ein zentrales Anliegen, Ängste, Vorurteile und Vorbehalte gegen nicht ausschließlich heterosexuelle Menschen abzubauen, jede Form von Diskriminierung zu beenden und ein vorbehaltloses Miteinander zu ermöglichen. Wir fordern das Bayerische Kultusministerium dazu auf, die Gleichwertigkeit aller sexuellen Orientierungen deutlicher in den Lehrplänen und in der Lehrer*innenbildung zu verankern und dafür zu sorgen, dass dies auch in den Schulbüchern und allen anderen Unterrichtsmaterialien geschieht!

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