Zusätzliche Maßnahmen statt Abzug von Förderlehrern

Der Freistaat Bayern fördert Schüler individuell in vielfacher Weise. So bietet Bayern als einziges Land eine Ausbildung zum Förderlehrer an und setzt diese auch mit großem Gewinn für die Schülerinnen und Schüler zur differenzierenden individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern an Volksschulen. Insgesamt sind mehr als 1500 Förderlehrkräfte in Bayern beschäftigt. Bei insgesamt etwa 2.900 Volksschulen in Bayern bedeutet dies, dass an mehr als jeder zweiten Schule ein Förderlehrer unterstützend wirkt.

03.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Haltlos ist die Kritik der Grünen, das Kultusministerium ziehe Förderlehrer von den Volksschulen ab, um sie an den Gymnasien einzusetzen. Das verkennt Umfang und Sinn dieses Modellversuchs. Tatsächlich hat das Kultusministerium einigen zu Beginn des Schuljahres 2005/06 eingestellten Förderlehrern zusätzlich die Möglichkeit angeboten, auch im Bereich der Intensivierungsstunden an Gymnasien im Fach Mathematik der Jahrgangsstufen 5 und 6 stundenweise mit ihren pädagogisch-didaktischen Fähigkeiten die individuelle Förderung zu unterstützen. Von einem "Abzug" der Förderlehrer an die Gymnasien kann nicht die Rede sein.

Der Ausbau der vorschulischen Sprachförderung von bisher 40 Stunden auf nunmehr 160 Stunden stellt eine große Leistung der bayerischen Bildungspolitik dar. Schon der seit einigen Jahren bewährte dreimonatige Vorkurs hat die schulischen Startbedingungen für Migrantenkinder mit Sprachdefiziten spürbar verbessert. Der seit dem Schuljahr 2005/06 erweiterte Vorkurs wird diese positiven Effekte bei weitem übertreffen. Der Vorwurf der Grünen, das Ministerium würde nur Personal verschieben, entbehrt einer sachlichen Grundlage. Für die sprachliche Förderung von Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund steht nämlich ein eigenes Stundenbudget zur Verfügung.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden