Zwölf Jugend forscht Preisträger starten beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb Intel ISEF in den USA
Zwölf talentierte deutsche Jungforscherinnen und Jungforscher präsentieren ab kommenden Sonntag insgesamt neun innovative Forschungsprojekte bei der 65. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) im kalifornischen Los Angeles. Dort messen sie sich mit mehr als 1600 jungen Wissenschaftlern aus aller Welt. Die Teilnehmer aus über 70 Ländern gehen in 17 Wettbewerbsdisziplinen an den Start und werden von einer internationalen Expertenjury bewertet.
08.05.2014 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Die deutschen Teilnehmer konnten sich beim Jugend forscht Finale 2013 für den weltweit größten vorakademischen Wissenschaftswettbewerb qualifizieren. In den USA dabei sind Patrick Ziesel (19) und Joshua Rikker (19) aus Waiblingen. Sie präsentierten ihren innovativen Holzspalter, mit dem Waldarbeiter künftig leichter und vor allem sicherer Bäume fällen können. Johannes Reinhart (18) aus Lörrach erforschte mit dem Rasterkraftmikroskop die Fähigkeit von Pflanzen, Beschädigungen der hauchdünnen Wachsschicht ihrer Blätter und Früchte selbst zu reparieren. Theresa Zeisner (18) aus Bremen nimmt mit ihrer chemischen Untersuchung dendritischer, also baumartig verzweigter Kristalle teil. Mit der sogenannten Röntgenbeugungsanalyse wagte sie sogar einen Blick ins Innere der atomaren Strukturen.
Gabriel Salg (19) aus Weibersbrunn gelang es, die Leuchtkraft von Fluoreszenzfarbstoffen zu erhöhen, mit denen menschliche Krebszellen sichtbar werden. Dadurch ist eine Früherkennung auch kleinster Tumore deutlich leichter. Jessica Lackas (19) aus Saarlouis befasste sich mit einem faszinierenden mathematischen Spiel. Mithilfe einer selbst geschriebenen Software gelang es ihr, beim "Game of Life" die Ausbildung komplexer lebensähnlicher Strukturen auf dem Spielfeld zu analysieren. Lennart Kleinwort (15) aus Zell am Main programmierte eine spezielle Software, mit der sich auf Smartphones und Tablet-Computern geometrische Figuren darstellen und per Freihandmodus mit den Fingern verändern lassen.
Mit Laser und Digitalkamera untersuchte Daniel Pflüger (19) aus Braunschweig die komplexe Wellenentwicklung, die beim Auftreffen eines Tropfens auf eine Wasseroberfläche entsteht. Marcel Neidinger (17) und Leonard Bauersfeld (16) aus Lörrach wollen die Jury mit ihrer physikalischen Untersuchung des sogenannten Kerzenlifts überzeugen: Wird ein Glas über ein brennendes Teelicht gestülpt, das in einer mit Wasser gefüllten Untertasse schwimmt, dann erlischt nicht nur die Flamme, sondern es steigt erstaunlicherweise auch der Wasserspiegel und die Kerze wird angehoben. Die deutschen Farben vertreten auch Carlotta Pribbenow (17) und Elena Häring (18) aus Berlin mit ihrer mikrobiologischen Analyse von Champignons. Dabei untersuchten die Jungforscherinnen mögliche Gesundheitsgefährdungen für Verbraucher, die durch eine falsche Lagerung der Pilze verursacht werden.
Im Dezember vergangenen Jahres konnte sich das deutsche Team in einem Coaching-Workshop bei der Intel GmbH in Feldkirchen auf die Wettbewerbsteilnahme vorbereiten. Auf dem Programm stand unter anderem ein Präsentationstraining in englischer Sprache. Bei der Intel ISEF winken den jungen Wissenschaftlern Preise und Stipendien im Gesamtwert von vier Millionen US-Dollar. "Für die Jungforscher bietet die ISEF eine großartige Chance, ihr Talent auch international unter Beweis zu stellen und neue Freundschaften mit Gleichgesinnten aus vielen verschiedenen Ländern zu schließen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.
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