Kinder sind unsere Zukunft – sie dürfen nicht zur Haushaltssache werden
Beste Bildung beginnt in der Kita – und sie braucht beste Bedingungen. KEG Bayern fordert: Die BayKiBiG-Reform muss Familien entlasten und die Qualität der frühkindlichen Bildung stärken.
29.10.2026 Bayern Pressemeldung Katholische Erziehergemeinschaft in Bayern KEGDie KEG Bayern hat sich mit Nachdruck dafür eingesetzt, mehr Geld in das Kita-System zu bringen. Denn Kinder sind unsere Zukunft. Umso kritischer sehen wir die Gefahr, dass Familien durch den Wegfall des bisherigen 100-Euro-Beitragszuschusses ab dem 1. Januar 2027 zusätzlich belastet werden, obwohl die staatliche Betriebskostenförderung im sogenannten BayKiBiG ausgebaut wird.
Der bisherige Zuschuss wird in die allgemeine Betriebskostenförderung der Kommunen überführt. Gleichzeitig müssen diese gestiegene Personal-, Energie- und Sachkosten auffangen. Viele Kommunen entscheiden erst spät über mögliche Beitragserhöhungen. Das schafft Unsicherheit für Familien und pädagogische Fachkräfte. Wenn Beiträge steigen, braucht es eine transparente Gegenüberstellung der tatsächlichen Mehrkosten und der zusätzlichen Fördermittel. Nicht jede Erhöhung ist automatisch notwendig – und keine darf ohne nachvollziehbare Begründung zulasten der Familien gehen.
Für die KEG Bayern ist das nicht nur eine finanzielle, sondern vor allem eine Frage der Haltung. Unser katholisches Profil verpflichtet uns, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Kinder und Familien sind keine Kostenfaktoren. Auch Erzieherinnen und Erzieher erleben täglich, wie sehr finanzielle Belastungen Familien beschäftigen und wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für eine gute pädagogische Arbeit sind. Sie verdienen es, dass ihre Perspektive gehört wird und die frühkindliche Bildung nicht zum Spielball kommunaler Haushaltsentscheidungen wird.
„Natürlich müssen Kommunen wirtschaftlich handeln. Aber Haushaltsdisziplin darf nicht dazu führen, dass Familien unnötig zusätzlich belastet werden. Späte Entscheidungen über Beitragserhöhungen schaffen Unsicherheit, wo Familien und pädagogische Fachkräfte Verlässlichkeit brauchen. Kinder sind unsere Zukunft – deshalb müssen die zusätzlichen Mittel der frühkindlichen Bildung zugutekommen“, erklärt Martin Goppel, Landesvorsitzender der KEG Bayern.
Die KEG Bayern fordert deshalb, die zusätzliche Förderung transparent zu berücksichtigen, Elternbeiträge nach Möglichkeit stabil zu halten und Familien gezielt zu entlasten – etwa bei den Kosten für das Mittagessen.
Mehr Geld für Kitas muss mehr für Kinder und Familien bedeuten. Wer in Kinder investiert, investiert in die Zukunft unserer Gesellschaft. Dafür steht die KEG Bayern: für Bildung mit Haltung, gelebte Solidarität und eine Politik, die den Menschen dient.
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