Müller zum Bildungsgipfel: "Bund und Länder bekennen sich zu gemeinsamer Verantwortung"
"Bund und Länder bekennen sich zu gemeinsamer Verantwortung", erklärt Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) zur Kritik der Opposition am gestrigen Bildungsgipfel. Es habe sehr wohl konkrete Absprachen gegeben. Es sei eben ein Erfolg, wenn sich Bund und Länder darauf verständigten, die Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufzustocken, auch wenn die konkrete Umsetzung noch offen bleibe. Auch die Absprachen im frühkindlichen Bereich und zur Sicherung des Fachkräftebedarfs seien konkret und begrüßenswert. Daher sei die Kritik, die zum Teil mit falschen Zahlen begründet werde, unberechtigt.
23.10.2008 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium"Auch die Opposition muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass Thüringer Schulen den bundesweiten Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Das ständige Schlechtreden des Bildungslandes Thüringen schadet dem Ansehen des Freistaates. Die Spitzenposition Thüringens im Bildungsbereich wurde von verschiedenen Studien wie dem Bildungsmonitor immer wieder bestätigt. Demnach gehört Thüringen zum ´Führungsquartett´ aller deutschen Länder und zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich hohe Schulqualität und durch die Vermeidung von Bildungsarmut aus. Zudem hat der PISA-Ländervergleich 2003 deutlich festgestellt, dass im Freistaat soziale Herkunft und Bildungserfolg weitgehend entkoppelt sind. Falsch ist außerdem die Behauptung, dass Thüringen mehr Schüler ohne Abschluss habe als im Bundesdurchschnitt. Mit 7,19 Prozent liegen wir deutlich darunter", so der Minister.
"Die Regelschule ist eine Schule mit Chancen für alle. Sie sichert Schülerinnen und Schülern eine theoretisch fundierte, aber gleichzeitig praktisch und lebensnah orientierte Schulbildung. Die Entscheidung für einen Bildungsweg ist dabei noch längst nicht die Entscheidung für einen Abschluss. Denn die Durchlässigkeit unseres gegliederten Schulsystems ermöglicht den Wechsel von der Regelschule an das Gymnasium oder vom Gymnasium an die Regelschule. Damit ebnet das Erfolgsmodell Regelschule den Weg sowohl zur Berufs- als auch zur Hochschulreife. Darüber hinaus erfüllt der Freistaat mit der hohen Zahl der Übertritte von der Grundschule an das Gymnasium eine von internationalen Organisationen erhobene Forderung nach einer Erhöhung des Anteils der Abiturienten in Deutschland", erklärte Müller., Durch die Weiterentwicklung der Förderzentren zu Kompetenz- und Beratungszentren werde künftig gemeinsames Lernen im Freistaat noch besser ermöglicht, so der Minister. Die Landesregierung wolle die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Schülers. Die Opposition hingegen strebe die Einheitsschule und die Abschaffung des Gymnasiums an.
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