Klare Prioritäten zugunsten der Bildung in Bayern

"Der Kultushaushalt 2005/06 steht für eine Politik der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Er garantiert eine optimale Förderung der Bildungschancen unserer Kinder und Jugendlichen - und dies ohne neue Schulden auf Kosten der kommenden Generationen" sagte Kultusministerin Hohlmeier heute in München.

16.02.2005 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Hohlmeier stellte heraus, dass es in einem außergewöhnlichen Kraftakt gelungen sei, eine nachhaltige Steigerung der Haushaltsmittel zu ermöglichen. "Wir setzen klare Prioritäten zugunsten der Bildung in Bayern", sagte die Ministerin. 2005 erhöhe sich das Gesamtvolumen des Haushalts trotz der Konsolidierungserfordernisse um rund 175 Mio. ?, im Jahr 2006 um weitere 184 Mio. ?. "Bis 2006 steigern wir die Ausgaben für die Bildung um 4,5%. Damit investieren wir nachhaltig in die Zukunft junger Menschen", sagte die Ministerin.

Das gute Abschneiden der bayerischen Schülerinnen und Schüler in Ländervergleichsstudien sei ein klarer Beleg für den Erfolg der Schulpolitik des Freistaats. "Bayern ist nationaler PISA-Sieger 2002 und belegt auch in der neuesten Bildungsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bundesweit unangefochten Platz eins", sagte Hohlmeier. Die Gründe dafür seien offensichtlich. "Statt wie die SPD in Bayern und im Bund ideologische Debatten über Schulsysteme zu führen oder haltlose Attacken etwa gegen einzelne Schularten zu reiten, haben wir gehandelt", sagte Hohlmeier. Mit der Profilierung der Hauptschule als Angebotsschule, dem flächendeckenden Ausbau der sechsstufigen Realschule sowie der Fachober- und Berufsoberschulen, der Etablierung des FOS13-Schulversuchs und der erfolgreichen Einführung des achtjährigen Gymnasiums sei das bayerische Schulwesen wesentlich weiterentwickelt worden. "Wir haben die Zahl der möglichen Abschlüsse an einzelnen Schularten deutlich erweitert und damit völlig neue Bildungswege geöffnet. Noch nie gab es in Bayern so viele Möglichkeiten, zur Hochschulreife zu gelangen", sagte die Ministerin.

Auch die Angebote der individuellen Förderung seien wesentlich ausgebaut worden. "Sechs Förderstunden und mehr als 1500 eigene Förderlehrer an Grund- und Hauptschulen sowie seit diesem Schuljahr die Intensivierungsstunden im achtjährigen Gymnasium - das ist ein Angebot, das bundesweit einmalig ist", sagte Hohlmeier. Auch bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund habe man große Erfolge erzielt. "Die Vorkurse und die Sprachlernklassen sind Musterbeispiele für eine gelingende sprachliche Förderung von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache", sagte die Ministerin. In den nächsten Jahren werde man die Angebote der individuellen Förderung weiter ausbauen.

Oberste Priorität habe weiterhin die Unterrichtsversorgung. "Mit dem neuen Doppelhaushalt gelingt es uns, die Unterrichtsversorgung im nächsten Schuljahr sicherzustellen. Den Schülerinnen und Schülern in Bayern wird im nächsten Schuljahr ein Mehr an Unterricht im Umfang von beinahe 1400 Lehrerstellen zur Verfügung stehen. Damit werden wir dem enormen Schülerzuwachs und dem veränderten Bildungsverhalten gerecht", sagte die Ministerin. Im Einzelnen sieht der Haushalt ein Plus von 240 neuen Stellen, 500 zusätzlichen Zeitverträge sowie rund 650 Stellenkapazitäten vor, die durch die Erhöhung der Unterrichtspflichtzeit für Lehrkräfte gewonnen werden konnten. "Die SPD sollte ihr andauerndes Lamento endlich beenden und aufhören, Eltern und Schüler mit gezielter Panikmache zu verunsichern", sagte Hohlmeier. "Natürlich sei es in einer so schwierigen finanziellen Lage in Gesamtdeutschland nicht möglich, alle Wünsche zu erfüllen und jede Sorge zu nehmen. "Dies wäre aber auch nicht redlich, denn die Schüler von heute müssten die ihnen aufgebürdeten Schulden als Erwachsene von morgen mit Zins und Zinseszins selbst zurückzahlen", sagte die Ministerin.

Die Rückmeldungen, die das Kultusministerium von Schulleitern oder etwa bei der kürzlich eingerichteten Telefon-Hotline rund um das Thema Schule von Eltern, Schülern und Lehrkräften erhalten habe, seien insgesamt positiv gewesen. Von Chaos an den Schulen, wie das die SPD der Öffentlichkeit immer wieder vorzuspiegeln versuche, könne keine Rede sein.


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