Kultusminister Schneider zu den hervorragenden Ergebnissen Bayerns in der PISA-Studie:

Nach offizieller Bekanntgabe der Ergebnisse zur zweiten nationalen PISA-Studie bekräftigte Kultusminister Siegfried Schneider bei einer Pressekonferenz in München seine Absicht, den national und international erfolgreichen Weg der bayerischen Bildungspolitik fortzusetzen: "Zentrale Abschlussprüfungen, Durchlässigkeit des Schulsystems und unser Bekenntnis zur wertorientierten Erziehung sind und bleiben die wichtigsten Qualitätsmerkmale des bayerischen Schulsystems. Damit stehen wir national auf dem 1. Platz und sind international in die Weltspitze vorgerückt."

15.07.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Dieser Erfolg sei eine riesige Herausforderung und sporne zugleich zu weiteren Anstrengungen an: "Besonders am Herzen liegt mir die frühzeitige und individuelle Förderung unserer Kinder, um vor allem leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern die notwendige Unterstützung zu geben. Zugleich gehört die Sprachförderung nicht nur bei Migrantenkindern zu einer unserer vordringlichsten Aufgaben." Trotz der eindrucksvollen Bestätigung der bayerischen Bildungspolitik gelte es, die Durchlässigkeit weiter zu erhöhen, um vielfältige und individuelle Schulkarrieren zu ermöglichen. "?Kein Abschluss ohne Anschluss? lautet meine Devise für ein möglichst differenziertes Bildungswesen in Bayern. Damit können wir unsere Kinder entsprechend ihrer Begabung bestmöglich fördern", betonte der Minister.

Eines der herausragendsten Ergebnisse der nationalen PISA-Studie ist, dass in Bayern von allen deutschen Ländern mit überdurchschnittlicher Leistung die soziale Herkunft am wenigsten über den schulischen Erfolg entscheidet.

"Bei uns haben Kinder aus den sogenannten benachteiligten Schichten die größten Bildungschancen", sagte Schneider.

Damit dürfte endgültig der Mythos widerlegt sein, dass im Freistaat Schüle r aus einem sozial schwächeren Umfeld benachteiligt würden. "Doch auch auf diesem Feld werden wir die Hände nicht in den Schoß legen, sondern z.B. im Bereich der Sprachförderung weitere Anstrengungen unternehmen", so Schneider.

Der bayerische Kultusminister verband abschließend seinen Dank an Lehrkräfte, Eltern und Schüler mit der Bitte, auch weiterhin so engagiert am Schulleben mitzuwirken. "Ich wünsche mir, dass uns das hohe Renommee, das sich Bayern mit diesem großen Erfolg in der PISA-Studie erworben hat, weiterhin Ansporn und Motivation ist, unseren Kindern die bestmögliche Bildung zu gewährleisten. Hierfür bitte ich alle am Schulleben Beteiligten auch weiterhin um ihre Unterstützung".

PISA-E: Die wichtigsten Befunde für Bayern

An PISA 2003 haben alle Mitgliedstaaten der OECD sowie 11 Partnerländer mit insgesamt 250.000 Schülerinnen und Schülern teilgenommen. In Deutschland waren es 216 Schulen (davon 28 aus Bayern) mit 4660 Schülerinnen und Schülern.

Für den nationalen Vergleich wurden weitere Schulen ausgewählt, um, wie schon 2000, einen Ländervergleich (PISA-E) durchführen zu können: 44580 Schülerinnen und Schüler aus 1487 Schulen wurden getestet. Es waren 1793 bayerische Schülerinnen und Schüler aus 66 Schulen beteiligt. In allen untersuchten Bereichen, Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Problemlösen, belegt Bayern in Deutschland den ersten Platz. Auch im internationalen Vergleich nimmt Bayern als einziges Land einen Spitzenplatz ein und hat sich damit gegenüber den Ergebnissen von 2000 verbessert.

Mathematik:
1. Platz im nationalen Vergleich
5. Platz im internationalen Vergleich

Lesen:
1. Platz im nationalen Vergleich
6. Platz im internationalen Vergleich

Naturwissenschaften:
1. Platz im nationalen Vergleich
4. Platz im internationalen Vergleich

Problemlösen:
1. Platz im nationalen Vergleich
4. Platz im internationalen Vergleich

Detaillierte Ergebnisse mit anschaulichen Darstellungen finden Sie im Internetauftritt des bayerischen Kultusministeriums unter www.km.bayern.de


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