Kultusministerium lehnt bildungspolitische Vorschläge der SPD ab

Die SPD geht mit bildungspolitischen Vorschlägen hausieren, die sich nirgends in Deutschland bewährt haben. Während Bayern mit seinem differenzierten Schulsystem eindeutig zu den PISA-Siegern gehörte, haben SPD-regierte Bundesländer mit Orientierungsstufen-Modellen und Gesamtschul-Experimenten bei PISA denkbar schlechte Zeugnisse erhalten.

13.10.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Ungeachtet dessen will die SPD nun durch die Hintertür wieder eine Form von Orientierungsstufe einführen und ganze Schularten zusammenlegen. Eine Verbesserung der Bildungschancen des Einzelnen wird aber nicht durch Gleichmacherei eintreten, sondern durch eine gezielte, begabungsgerechte Förderung und die gleichzeitige Erhöhung der Durchlässigkeit des Schulsystems. Hier hat Bayern beispielsweise mit der Einführung der M-Züge an den Hauptschulen, mit der R6 und dem FOS13-Schulversuch, der auch Schülern mit einem mittleren Schulabschluss den Weg zur Hochschulreife ermöglicht, Maßstäbe gesetzt.

Offensichtlich will die SPD wesentliche bildungspolitische Initiativen der letzten Jahre nicht zur Kenntnis nehmen. So wurden die Angebote einer stärker individuellen Förderung nachhaltig ausgebaut. Die Sprachlernklassen und Praxisklassen an den Hauptschulen oder die Intensivierungsstunden am neuen achtjährigen Gymnasium sind nur Beispiele dafür. Der Prozess der Inneren Schulentwicklung hat inzwischen dazu geführt, dass die Schulen in vielen Bereichen selbstständiger entscheiden und arbeiten. Bereits seit dem letzten Schuljahr können sie z.B. eine Flexibilisierung der Stundentafeln vornehmen, jahrgangs- oder klassengemischte Gruppen einrichten oder externe Partner in den Unterricht mit einbeziehen. Der Anteil der Schüler, die eine Fachhochschulreife, fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erreichen, ist in den letzten Jahren auf 31,24% angestiegen.

Mit ihrer Forderung nach dem Verzicht auf Noten liegt die SPD völlig konträr zur überwältigenden Mehrheit der Eltern und Lehrkräfte.


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