Baden-Württemberg

13 Prozent Mehrausgaben im frühkindlichen Bereich seit 2005

"In Baden-Württemberg ist der Stellenwert frühkindlicher Bildung in den vergangenen Jahren bereits klar erkannt worden. Diesen Weg müssen konsequent fortsetzen und den vorschulischen Bereich weiter stärken. Die Bildung der Kleinsten ist ein wichtiger Schlüssel für die notwendige weitere Lockerung des Zusammenhangs von sozialer Herkunft und Bildungserfolg und der Minimierung der Zahl der schwächsten Schülerinnen und Schüler", sagte Kultusministerin Marion Schick anlässlich der Veröffentlichung des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010 der Bertelsmann Stiftung.

28.06.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Der Ländermonitor unterstreicht den wachsenden Stellenwert der frühkindlichen Bildung in Baden-Württemberg. Das Land investierte laut Bertelsmann-Stiftung zwischen 2005 und 2007 insgesamt 13 Prozent mehr in die frühkindliche Bildung. Dies bedeute für das Jahr 2007 umgerechnet 2.350 Euro pro Kind unter sechs Jahren. 12 Prozent der Einjährigen und über ein Drittel der Zweijährigen besuchen nach Angaben des Ländermonitors eine vorschulische Einrichtung. "Wir brauchen eine weitsichtige Politik, die früh investiert statt spät repariert und einen effizienten Einsatz der finanziellen Ressourcen durch pädagogisch sinnvoll aufeinander abgestimmte Konzepte fördert. Bis zum Herbst wird die Landesregierung ein Gesamtkonzept zur frühkindlichen Bildung vorlegen", sagte Kultusministerin Marion Schick anlässlich der Veröffentlichung des "Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2010" der Bertelsmann Stiftung.

Laut Bertelsmann-Stiftung haben alle deutschen Länder im frühkindlichen Bereich stark investiert, so dass Baden-Württemberg mit seinen steigenden finanziellen Anstrengungen im bundesweiten Trend liegt. Spitzenreiter in den pro Kopf Investitionen sei Berlin mit 4.150 Euro pro Kind. "Hier zeigt sich deutlich, dass sich einige Länder, die aus dem Länderfinanzausgleich stark profitieren, sich Investitionen leisten, die sich Geberländer wie Baden-Württemberg und Bayern nicht leisten können", sagte Ministerin Schick.


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