Ahnen: Landesgesetz zur frühen Förderung bringt 2006 Vorteile für Kinder und Eltern
Mehr Betreuungsplätze für kleine Kinder von 0 bis 3 Jahren, mehr Förderung von Kindern im Vorschulalter und eine Stärkung des Bildungsauftrages von Kindertagesstätten – diese Ziele werden mit dem Landesgesetz zum Ausbau der frühen Förderung erreicht, das am 1. Januar 2006 in Rheinland-Pfalz in Kraft tritt. Und für die Eltern von ca. 40000 Kindern hält das Gesetz eine weitere gute Nachricht bereit: Sie brauchen keinen Beitrag mehr für das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung zu zahlen.
01.01.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz"Mit diesem abgestimmten Konzept ermöglichen wir allen Kindern eine frühe Förderung und damit eine gute Vorbereitung auf den Schulanfang", erklärte Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen. Die rund 60 Millionen EURO, die das Land im Endausbau jährlich zusätzlich in die frühe Förderung investiere, seien gut angelegt, "denn alle Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Zukunftschancen und eine umfassende Förderung ihrer Fähigkeiten und Talente."
Alleine für die Beitragsfreiheit im letzten Kindergartenjahr wendet das Land jährlich 25 Millionen EURO auf. "Wir wollen, dass möglichst alle Mädchen und Jungen im letzten Jahr vor der Schule den Kindergarten besuchen", sagte Ahnen. Experten wie der Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Prof. Thomas Rauschenbach, bestärkten Rheinland-Pfalz auf seinem Weg zum Ausbau der frühen Förderung, indem sie die Beitragsfreiheit als wichtigen Anreiz sehen, damit alle Fünfjährigen einen Kindergarten besuchen.
Neben der Beitragsfreiheit sieht das Gesetz eine weitergehende Öffnung des Kindergartens für Zweijährige und einen Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für die unter Dreijährigen vor. Ab dem Jahr 2010 haben dann alle Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für ihr zweijähriges Kind, sofern sie dies wünschen. "Mit dem Gesetz übernehmen wir erneut eine Vorreiterrolle", betonte Doris Ahnen. In Rheinland-Pfalz könnten Eltern so in Zukunft Familie und Erwerbstätigkeit noch besser miteinander verbinden und sich sicher sein, dass ihre Kinder wohnortnah umsorgt und gefördert werden. Weitere wichtige Bausteine des Gesetzes sind der massive Ausbau der Sprachförderung und der Schulvorbereitung, für die das Land acht Millionen EURO jährlich in die Hand nimmt, sowie eine verbindliche gegenseitige Abstimmung zwischen Kindertagesstätte und Grundschule über ihre jeweiligen Bildungsprogramme. "So kann jedes Kind vor dem Schuleintritt individuelle und zielgerichtete Hilfen erhalten und mit soliden Sprachkenntnissen in die Grundschule kommen", sagte Doris Ahnen.
Mit dem Gesetz zum Ausbau der frühen Förderung setze das Land das im Februar 2005 von der Landesregierung beschlossene Programm "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" jetzt zügig um. "Rheinland-Pfalz beweist damit einmal mehr, dass es seinen Anspruch, das kinder- und familienfreundlichste Land zu sein, ernst nimmt", so Ahnen abschließend.
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