Besser das erste Kita-Jahr kostenlos

(bikl) Nicht das letzte sondern das erste Kita-Jahr sollte nach Meinung der Wismarer Professorin Dr. Sabine Mönch-Kalina kostenlos angeboten werden.

02.11.2006 Artikel
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Mit ihrer Projektgruppe hatte die Wissenschaftlerin die Auswirkungen des Kindertagesförderungsgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern untersucht.

Finanzielle Sicherheit und berufliche Perspektiven sind, so die Studie, mit die wichtigsten Kriterien, die bei der Kinderwunsch-Realisierung in die Waagschale geworfen werden. Der schnelle Berufseinstieg nach einer Kinderpause sei für die Eltern wichtig, damit sie den Anschluss nicht verpassen und ihren Lebensunterhalt sichern können. Gute Betreuung im Krippenalter der Kinder sei hierfür Grundvoraussetzung. Sei Betreuung allerdings so teuer, dass sie den Mehrwert eines zusätzlichen Einkommens fast aufbrauche, schreckten diese Aussicht viele junge Paare ab, sich für ein Kind zu entscheiden. Das heißt: In der konkreten Situation der Arbeitsaufnahme nach der Elternzeit sind hohe Krippenkosten nicht gerade motivierend.

Die Anstrengungen des Landes müssten also dahin gehen, gerade die ersten Betreuungsjahre besonders zu fördern, argumentiert Sabine Mönch-Kalina. Ein kostenloses letztes Kita-Jahr hingegen wäre dann die richtige sozialpolitische Maßnahme, wenn festgestellt würde, dass Kinder dieses zur Schulvorbereitung besonders ausgestaltete Angebot nicht hinreichend wahrnehmen. Das ist aber in Mecklenburg-Vorpommern nicht der Fall, denn nahezu alle Vorschulkinder in Mecklenburg-Vorpommern (99,7 Prozent) besuchen eine Kita.

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Die Studie


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