Bildungsminister Rupprecht: Eingeschlagenen Weg der schulischen Qualitätsentwicklung fortsetzen

Zu den heute vorgestellten PISA-2003-Befunden sagt Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht:

07.12.2004 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Es sind insgesamt ermutigende positive Tendenzen. Die Maßnahmen zur Verbesserung des Mathematikunterrichts, die nach der TIMSS-Studie von 1998 eingeleitet wurden, könnten Ursache für die Verbesserung der deutschen Schülerleistungen in Mathematik und in den Naturwissenschaften sein. Genauere Untersuchungen hierzu sehen wir mit Spannung entgegen. Der eingeschlagene Weg der schulischen Qualitätsentwicklung durch die Festlegung von Bildungsstandards, die Einführung neuer Rahmenlehrpläne, Vergleichsarbeiten, zentraler Prüfungen, der Stärkung der Leseförderung oder der Änderung der Lehramtsausbildung muss konsequent weitergegangen werden.

Aber es gibt auch eindeutige Handlungsaufträge an die Bildungspolitik. Es kann nicht hingenommen werden, dass Bildungserfolge in Deutschland so stark an die soziale Herkunft gekoppelt sind. Das Schulsystem mit der frühen Trennung ist eindeutig als verstärkendes Element dieser sozialen Ungerechtigkeit in der neuen PISA-Studie belegt. Deshalb wird Brandenburg an seiner sechsjährigen Grundschulzeit nicht rütteln. Wir müssen jedoch die Grundschule weiter stärken.

Eine lange Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt, wie ein Sprichwort sagt. Die KMK hat diesen ersten Schritt unmittelbar nach der Vorstellung von PISA 2000 im Dezember 2001 getan. Die Maßnahmen konnten in diesem sehr kurzen Zeitraum zwischen Anfang 2002 und Frühjahr 2003, in der die neue PISA-Testreihe lief, noch nicht zur Entfaltung kommen. Veränderungen im Bildungsbereich sind langfristige Prozesse.

Ich stimme Herrn Schleicher von der OECD in seiner Beurteilung aus den PISA-Daten, Vorteile in dem weltweiten Leistungsvergleich 15-jähriger Schüler hätten Länder, in denen viele Kinder eine Vorschule oder den Kindergarten besuchten voll und ganz zu. Wir haben in Brandenburg, wie die OECD bestätigt, ein hervorragend ausgebautes Kinderbetreuungssystem. Unsere Bildungsgrundsätze für Kitas gelten seit Juni diesen Jahres und werden derzeit eingeführt. Was uns im Bereich der Qualitätsentwicklung im Kitabereich gelungen ist, wollen wir auch im Schulbereich schaffen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden