Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave im Landtag: Beitragsfreie Kindertagesstätten sind sinnvolle Investition in die Zukunft

Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave hat sich im Landtag dafür ausgesprochen, junge Familien von Kita-Beiträgen zu befreien. "Gerade wegen der angespannten Haushaltssituation ist es geboten, dass wir stärker in das wichtigste Potenzial investieren, das wir in Schleswig-Holstein haben: nämlich in die Menschen, die hier leben, in ihre Bildung, in ihre Zukunftschancen", sagte die Ministerin heute (23. April) in Kiel. Das sei sowohl aus bildungspolitischen und sozialen also auch aus volkswirtschaftlichen Gründen sinnvoll.

23.04.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Bereits vor dem Schuleintritt können wichtige Fortschritte erreicht werden, die sich deutlich auf den Bildungserfolg auswirken", so Erdsiek-Rave weiter. Davon profitierten alle Kinder, besonders die aus bildungsfernen Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund. "Deshalb bauen wir die frühkindliche Bildung bereits seit Jahren qualitativ und quantitativ aus." Dazu gehörten die Bildungsleitlinien, die Sprachförderung, die verpflichtende Zusammenarbeit von Kita und Grundschule und das Ausbauprogramm für die Betreuung unter 3-jähriger Kinder bis 2013. "Diese Investitionen helfen, die Vererbung von gesellschaftlichen Nachteilen zu verhindern - sie sind ein Mittel gegen die soziale Spaltung unserer Gesellschaft. Und aus diesem Grund sollten wir jetzt auch über das eine beitragsfreie Jahr hinaus denken, um zu nachhaltigen Effekten für die Familien und die gesamte Gesellschaft zu kommen."

Zudem appellierte die Ministerin erneut an die Kommunen, sich auf eine landesweite Regelung bei der Sozialstaffel für Kita-Beiträge zu verständigen. "Wir sind gerne bereit, diesen Prozess zu moderieren und durch Beratung zu begleiten."

Als weiteren Ansatzpunkt, um Benachteiligung und Armut im Kindesalter auszugleichen, nannte Erdsiek-Rave die Landesinitiative "Kein Kind ohne Mahlzeit". "Wenn Kindertageseinrichtungen ein Mittagessen anbieten, können bedürftige Familien auf Antrag einen Zuschuss dafür bekommen." Sie wies darauf hin, dass viele Kindertageseinrichtungen bereits flexible Betreuungszeiten eingerichtet haben, damit möglichst viele Kinder dieses Angebot wahrnehmen können.


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