Berlin

Familienminister fordern weitere Unterstützung für Kitaplätze – bisherige Bundeshilfen sind nicht ausreichend

Die Jugend- und Familienministerkonferenz hat heute in Hannover einen Beschluss zum weiteren Ausbau von Kitaplätzen gefasst. "Die Familienministerinnen und -minister der Bundesländer waren sich einig, dass die Ausbauförderung weiter forciert werden muss.

01.06.2012 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Das ist notwendig, damit alle Bundesländer den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erfüllen können und damit dauerhaft eine ausreichende und qualitativ hochwertige Versorgung mit Kitaplätzen gesichert werden kann. Die bisherigen Maßnahmen des Bundes sind nicht ausreichend", so die Berliner Familiensenatorin Sandra Scheeres. Die Fachminister der Bundesländer haben gleichzeitig verdeutlicht, dass sie am Ziel, einen Rechtsanspruch ab 2013 zu gewährleisten, festhalten.

Neben der stärkeren Hilfe beim Ausbau von Plätzen haben die Bundesländer eine verlässliche Unterstützung bei den Betriebskosten der Plätze eingefordert. So müsse der dafür vorgesehene Finanzierungsanteil des Bundes angesichts der realen Entwicklung und des weiteren Ausbaubedarfs angepasst werden, heißt es in dem gemeinsamen Beschluss.

Scheeres macht deutlich, dass Berlin seine Anstrengungen fortsetzen wird, obwohl die Betreuungsquote bereits jetzt mit über 62 Prozent bei den Kindern im Alter von 1 bis 3 Jahren vergleichsweise hoch ist. So wird die Hauptstadt bis Ende 2015 bedarfsgerecht bis zu 19.000 neue Kitaplätze schaffen. Zurzeit gehen in Berlin bereits über 128.000 Kinder in Kindertageseinrichtungen. Für die nächsten beiden Jahre sind für diesen Ausbau zusätzlich 20 Millionen Euro vorgesehen. "Berlin kommt seiner Verpflichtung nach", so die Senatorin.

Die Jugend- und Familienminister haben sich auch darauf verständigt, die Kindertagespflege weiter auszubauen und für ausreichend Fachkräfte zu sorgen. Scheeres: "Mir ist wichtig, dass wir dabei auf die Qualitätsstandards achten. Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen und für die wir gut ausgebildete Fachkräfte brauchen. Fachlich nicht ausreichend qualifizierte Kräfte einzusetzen, wäre falsch."

Scheeres abschließend: "Der Ausbau und die Sicherung von Kitaplätzen müssen für Bund und Länder zentrale Aufgaben sein. Diese erfordern auch große finanzielle Anstrengungen. Irrwege wie das Betreuungsgeld können wir uns dabei nicht leisten."


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