Jugend- und Familienministerkonferenz begrüßt nationale Initiative "Lesestart"

Im Rahmen ihrer jährlichen Konferenz wurden den Jugend- und Familienministern aller Bundesländer heute in Berlin die ersten offiziellen Sets von "Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland" überreicht. Dieses von der Stiftung Lesen und ihren Partnern ins Leben gerufene bundesweite Angebot zur Sprach- und Leseförderung für Kleinkinder stieß auf große Resonanz, sind doch frühkindliche Bildung sowie die Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern von zentraler Bedeutung, um Kinder auf ihrem Weg zu selbstbewussten, kritischen und mündigen Bürgern zu begleiten. Binnen zwei Jahren erhalten 500.000 Eltern mit einjährigen Kindern Lesestart-Sets von ihren teilnehmenden Kinderärzten im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung. Jedes Set enthält u. a. ein erstes Bilderbuch, einen Vorleseratgeber für Eltern, dessen Kernaussagen ins Türkische und Russische übersetzt sind, ein Mitmach-Tagebuch, weitere Vorlese-Buchtipps sowie einen Brief des Bundespräsidenten.

30.05.2008 Pressemeldung Stiftung Lesen

Hintergrund: 42 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern nur unregelmäßig oder gar nicht vor. Damit lassen sie wesentliche Chancen zur Förderung ihrer Kinder im Hinblick auf Bildung und Persönlichkeitsentwicklung ungenutzt. Lesestart will bereits Eltern mit Kleinkindern auf die preiswerte und wichtige Bildungschance des Vorlesens aufmerksam machen. Der Vorsitzende der Jugend- und Familienministerkonferenz, Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner dazu: "Je früher Kinder den Umgang mit Büchern lernen und lieben, desto selbstverständlicher wird ihr späterer Umgang damit. Dies ist die wichtigste Grundlage für den späteren Bildungserfolg". Das bestätigt auch Rolf Pitsch, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lesen, der die Übergabe vornahm: "Leseförderung von Kindern, die mit Lesestart zuhause in den Familien ansetzt, ist ein wichtiger Baustein zur Entwicklung von Lesekultur und gesellschaftlicher Teilhabe in Deutschland."

Zahlreiche Unternehmen der Druck- und Papierbranchen, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie andere namhafte Institutionen, Bibliotheksverbände und Verlage ermöglichen diese Maßnahme, die sich an dem erfolgreichen englischen Bookstart-Projekt und dem ersten deutschen Lesestart-Modellprojekt in Sachsen orientiert. Auch die vier großen Bibliotheksverbände, der Verband der Kinder- und Jugendärzte e. V., der Bundeselternrat und der Paritätische Gesamtverband e. V. unterstützen die Lesestart Kampagne.

Ansprechpartner

Stiftung Lesen

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