Kultusminister gibt Zuwendungsrichtlinie zum "Brückenjahr" in die Anhörung

Am 1. August 2007 will der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann im Rahmen des 100-Millionen-Programms der Landesregierung für die vorschulische Bildung in Niedersachsen das neue Projekt "Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule" starten. "Ein entsprechender Richtlinienentwurf über die Gewährung von Zuwendungen geht jetzt in das Anhörungsverfahren insbesondere mit den Freien und Öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie den Schulträgern", teilte Busemann heute (31.01.2007) in Hannover mit.

31.01.2007 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Landesweit sollen danach 50 Beratungsteams mit jeweils einer Fachkraft aus dem Bereich der Kindertagesstätten und einer Grundschullehrkraft eingesetzt werden, um die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Grundschulen zu unterstützen. Je ein Beratungsteam wird für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit in einer Region mit durchschnittlich ca. 1.500 fünf- bis sechsjährigen Kindern zuständig sein", so Busemann.

Darüber hinaus sollen zweimal jeweils 250 Modellprojekte über je zwei Jahre, beginnend ab 1. August 2007 und ab 1. August 2009, mit zusätzlichen Stunden für Kita-Fachkräfte und Grundschullehrkräfte ausgestattet werden, um Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung gemeinsam besonders zu fördern. "Zu einem Modellprojekt gehören in der Regel eine Grundschule und bis zu drei Kindertagesstätten, die mit dieser Grundschule zusammenarbeiten. Für ein Modellprojekt können sich nur Kindertagesstätten und Grundschulen gemeinsam bewerben, die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung durch besondere Maßnahmen gemeinsam auf den Übergang in die Grundschule vorbereiten wollen", sagte Busemann. Die entsprechenden Ausschreibungen für das Beratungspersonal und die Modellprojekte würden unmittelbar nach Abschluss der Anhörung auf den Weg gebracht. Über eine regionale Zuordnung der zur Verfügung stehenden Mittel solle die flächendeckende Wirkung des Programms gesichert werden.

"Um jedes Kind nach seinen Bedürfnissen optimal fördern zu können und einen Bildungsweg ohne Brüche zu erreichen, sollen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen enger miteinander verzahnt werden und den wichtigen Übergang von der vorschulischen zur schulischen Bildung gemeinsam gestalten und miteinander abstimmen. Dazu braucht es ein gemeinsames pädagogisches Verständnis und Handeln der jeweils beteiligten Institutionen", erläuterte Busemann. Gemeinsame Fortbildungen des Personals, gemeinsame Projekte und der Aufbau von verlässlichen Strukturen zur Zusammenarbeit seien dafür wesentliche Grundlagen.

"Für das Projekt stehen in den nächsten vier Jahren insgesamt 20 Mio. Euro zur Verfügung. Neben dem flächendeckenden Einsatz der Beratungsteams und den Modellprojekten werden umfangreiche gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen für das Kita-Personal und Grundschullehrkräfte bereitgestellt", machte Busemann deutlich.

Eine Liste der regionalen Zuordnungen ist im Internet unter www.mk.niedersachsen.de einzusehen. Auch die Ausschreibungsunterlagen werden dort abrufbar sein.


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