SIGNAL baut Brücken

Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath hat heute (14.06.07) die Tagung "SIGNAL baut Brücken" – Elternarbeit interkulturell – eröffnet. Fachexperten aus dem Saarland, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hamburg beraten zwei Tage lang über Möglichkeiten der Sprachförderung von Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund.

14.06.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms "FÖRMIG" hat das Saarland im Jahr 2005 das Projekt "SIGNAL" gestartet. SIGNAL ist ein Modellvorhaben zur Sprachförderung von Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund. Im Mittelpunkt der Projektarbeit für zugewanderte Eltern steht dabei die Einrichtung von Elternklassen in Grundschulen, Eltern-Kind-Gruppen in Kindergärten sowie gemeinsame Projektaktivitäten und Exkursionen. Das saarländische Projekt bündelt schulische und außerschulische Angebote und findet in enger Zusammenarbeit von Lehrern und Erziehern mit Eltern und außerschulischen Partnern statt. Begleitet wird das Projekt durch professionelle ehrenamtliche Integrationsbegleiter/innen im Rahmen eines Kooperationsprojekts des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft mit dem Deutschen Roten Kreuz, Landesverband Saarland.

Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath: "Mit dem Förderprogramm SIGNAL helfen wir Migrantenkindern in Kindergarten und Grundschule, aber auch ihren Eltern lebensweltnah, gerade über die Verbindung von sprachlicher und sozialer Integration, damit die Kinder einen guten Bildungsweg gehen können. SIGNAL will in vielfältiger Hinsicht Brücken bauen: zu den Kindern mit Migrationshintergrund und zu ihren Eltern, aber auch zwischen Schule, Kindergarten und Elternhaus, und zwar unter Einbeziehung unterstützender Partner und verantwortlicher Institutionen."

All das geht nicht ohne die Eltern. Ob deutsch oder zugewandert, Eltern sind der Schlüssel zur Entfaltung des Potentials ihrer Kinder, sie sind der Motor, das Bindeglied und der Rückhalt für einen erfolgreichen Bildungs- und Lebensweg. Eltern bringen ein großes Potential für Kooperation, Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch mit, auf das für die Weiterentwicklung von Bildung, Betreuung und Erziehung immer weniger verzichtet werden kann.

"Zurzeit setzen wir bei SIGNAL mit der Sprachförderung über ehrenamtliche Sprachpaten und Integrationsbegleiter ein bundesweit völlig neues Modell um, das bereits in der Phase der Erprobung mit großem Erfolg angenommen wird. Allen aktiv Beteiligten ist für ihr besonderes Engagement zu danken. Gerade im Bereich der Elternarbeit für Migranten wollen wir nun weitere Türen öffnen und neue Wege gehen. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass hierbei die sprachliche und soziale Förderung von Migrantenkindern mit der interkulturellen Arbeit mit und für ihre Eltern verknüpft wird", betonte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath.

Beispielhaft nannte sie die SIGNAL-Elternklassen in Grundschulen oder auch die Eltern-Kind-Gruppen in Kindergärten, in denen zugewanderte Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die deutsche Sprache lernen können und auch selbst erfahren, wie und warum für ihre Kinder Unterricht und Hausaufgaben wichtig sind. Gleichzeitig erhalten sie wertvolle Informationen über das deutsche Schulsystem und die ihren Kindern offenstehenden Möglichkeiten.

Im Saarland nehmen zur Zeit 16 Grundschulen und 8 Kindertagesstätten, 400 Kinder, 100 Eltern, 80 Sprachpaten und 100 Partner aus Schule, KITA und außerschulischem Umfeld am Projekt SIGNAL teil.


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