Studie zeigt: Sprachförderung nutzt Bildung in Kindertagesstätten insgesamt
Die gezielten Sprachfördermaßnahmen in den Kindertagesstätten sorgen über die rein sprachlichen Fortschritte der in Kleingruppen geförderten Kinder hinaus auch für Verbesserungen des Klimas in den Kindertagesstätten insgesamt und sie machen den beteiligten Kindern Spaß. Zudem erfreuen sich die Sprachfördermaßnahmen bei Erzieherinnen und Erziehern sowie Eltern einer hohen Wertschätzung. Dies ist das Fazit einer Begleitstudie zu den Sprachfördermaßnahmen in rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten im Jahr 2005/2006, die die Sprachwissenschaftlerin Elke Montanari heute in Mainz Vertreterinnen und Vertretern der Trägerorganisationen von Kindertagesstätten sowie Fachberaterinnen und Fachberatern für Kindertagesstätten vorstellte.
27.06.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzBildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen unterstrich aus diesem Anlass: "Die Ergebnisse der Begleitstudie bestätigen den Kurs des Landes, die Sprachförderung in den Kindertagesstätten flächendeckend auszubauen und zu unterstützen. Von der fundierten und gezielten Sprachförderung in den Kindertagesstätten profitieren alle: Kinder, Erzieherinnen und Erzieher sowie letztlich auch die Eltern und die Schulen. Durch die Verbesserung der sprachlichen Kompetenzen wird zudem der soziale Zusammenhalt in den Kindertagesstätten verbessert und auch andere Bildungsangebote können mehr Wirkung entfalten. Sprachförderung wird geradezu zu einem Katalysator für alle Bildungsbereiche."
Von den Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesstätten würden die speziellen Sprachfördermaßnahmen eindeutig als ein Gewinn für die gesamte Bildungs- und Erziehungsarbeit eingestuft, hält die Studie von Elke Montanari fest.
Als Hauptwirkungen der Sprachfördermaßnahmen seien in der schriftlichen Befragung von Kindertagesstätten sowie Sprachförderkräften im Kindergartenjahr 2005/2006 genannt worden: Die Kinder sprechen mehr untereinander und mit den Erzieherinnen und Erziehern, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Sprachsicherheit ist gewachsen und der Wortschatz der geförderten Kinder hat sich eindeutig erweitert. Darüber hinaus hätten insbesondere die Erzieherinnen und Erzieher aber auch festgestellt, dass Kontakte und Freundschaften zwischen deutschen Kindern und Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache häufiger und intensiver geworden seien, dass die Einbindung der geförderten Kinder in die Gruppen sich verbessert habe, und dass Konflikte häufiger auf verbalem Weg gelöst würden. Diese Einschätzungen der Erzieherinnen und Erzieher sowie Sprachförderkräfte seien zudem durch die Langzeitbeobachtungen einer Reihe von Kindern bestätigt worden, die an Sprachfördermaßnahmen teilnahmen, betont Elke Montanari. Dass diese positiven Auswirkungen auch in den Elternhäusern wahrgenommen würden, zeige die Tatsache, dass 95 Prozent aller befragten Kindertagesstätten von ausdrücklich positiven Reaktionen der Elternschaft auf die Sprachförderangebote berichtet hätten, hält die Studie zudem fest.
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