Gutachten

"Was Hänschen nicht lernt …" – Professionelle frühkindliche Erziehung, Bildung und Betreuung für mehr Bildungsgerechtigkeit

"Kindertageseinrichtungen werden heute, neben Schulen, als zentrale allgemeine Bildungsorte wahrgenommen, in denen Bildung, Erziehung und Betreuung in gleicher Weise wahrgenommen werden müssen." bestätigt Anton Huber, Vorsitzender des bayerischen Realschullehrerverbands, die Einschätzung des Aktionsrates Bildung mit der im Gutachten vorgestellten Forderung, Kindergärten und Kindertageseinrichtungen nicht mehr lediglich als Betreuungs- und Beschäftigungseinrichtungen für Kinder berufstätiger Eltern zu verstehen und dementsprechend zu gestalten.

29.02.2012 Pressemeldung Verband Reale Bildung

"Der Anteil der Kinder, die schon einige Jahre vor Schulbeginn einen Kindergarten – auch ganztags – besuchen, steigt kontinuierlich. Kindergärten sind damit unverzichtbare pädagogische Einrichtungen, die einen großen Anteil an dem Gelingen von individuellen Bildungs- und Lebenswegen haben. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Tatsache, sondern auch eine Chance, bei möglichst vielen Kindern Grundkompetenzen zu fördern für einen guten Start, gerade auch in der Schule. Denn, je später diese zentralen Kompetenzen gelernt werden, desto schwerer fällt es - das belegen nicht nur wissenschaftlichen Befunde, das wussten schon unserer Vorfahren als sie formulierten "Was Hänschen nicht lernt …". Alle Kinder sollen möglichst gute Chancen erhalten, das kann frühkindliche Förderung von hoher Qualität sicher stellen. Die Qualität frühkindlicher Einrichtungen ist deshalb ein wichtiges Zukunftsthema für mehr Bildungsgerechtigkeit in Bayern und ganz Deutschland. Die Einführung bestimmter Standards, eine Professionalisierung der frühkindlichen Bildung, ist deshalb aus unserer Sicht unerlässlich. Denn "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." so Huber.

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Verband Reale Bildung

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