Bildungssystem des Landes nimmt aus Sicht der Wirtschaft Spitzenplatz in Deutschland ein
"Bildung der jungen Generation in Schule und Hochschule als zentrale Zukunftsaufgabe der Politik ist bei den CDU-geführten Ländern am besten aufgehoben. Die neuen Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft belegen dies und bestätigen damit aus Sicht der Wirtschaft, was schon früher etwa durch Schulvergleiche oder Hochschulrankings deutlich wurde."
22.03.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergDies erklärten Kultusminister Helmut Rau und Wissenschaftsminister Peter Frankenberg am 22. März in Stuttgart zum Bildungsmonitor 2005 des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Darin schnitt Baden-Württemberg unter allen Bundesländern am besten ab vor Bayern, Sachsen und Thüringen. "Durch überdurchschnittliche Investitionen in Schule und Hochschule sowie durch ein am Leistungsprinzip orientiertes differenziertes Bildungssystem können wir den jungen Leuten optimale Bedingungen für ihre Ausbildung bieten", so Frankenberg und Rau.
Es erfüllt uns mit Stolz, dass der Bildungsmonitor des Instituts der Deutschen Wirtschaft unserem Bildungssystem den Spitzenplatz in Deutschland attestiert", unterstrich Kultusminister Helmut Rau. Es zeige sich, dass die Bildungsreformen, die bereits vor der ersten Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse eingeleitet wurden, greifen. "Unser gegliedertes Schulwesen ist leistungsfähig, weil es uns so am besten gelingt, auf die unterschiedlichen Begabungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen", betonte Rau. Das sei Herausforderung und Chance zugleich. Als Beispiel griff der Kultusminister die Beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg heraus, über die ein Drittel aller Abiturienten in Baden-Württemberg zu ihrem Abschluss kämen. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und Chef des PISA-2000-Konsortiums Prof. Dr. Jürgen Baumert hat Baden-Württemberg bereits nach der ersten PISA-Studie als "modernstes Bildungsland in Deutschland" gelobt. "Anschlussfähigkeit und Durchlässigkeit sind der Schlüssel für ein leistungsfähiges Schulwesen", sagte Rau. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Föderalismusreform in Deutschland den Ländern im Bildungsbereich viel versprechende, neue Spielräume gebe. "Wir haben schon den Ehrgeiz, unseren Spitzenplatz noch auszubauen."
Wissenschaftsminister Frankenberg zeigte sich erfreut über das "besonders eindrucksvolle Ergebnis" des Instituts der Deutschen Wirtschaft, dass Baden-Württemberg bei den Bildungsausgaben je Studierendem im Verhältnis zu den öffentlichen Gesamtausgaben je Einwohner weit vorne liege auch gegenüber den anderen Ländern im Spitzenquartett. Zudem gab das Land danach (im Bezugsjahr 2003) einen deutlich höheren Teil des Hochschuletats für zukunftsgerichtete Investitionen aus. Der Minister verwies dabei auch auf die vom Statistischen Bundesamt erhobene Zahl, wonach Baden-Württemberg für seine Hochschulen je Studierendem (im Jahr 2003) 8.153 Euro ausgegeben hat, bezogen auf alle Einwohner waren es 200 Euro. "Damit liegen wir unter den vergleichbaren Ländern nach wie vor an der Spitze." Dies werde unter einer CDU-geführten Landesregierung auch in Zukunft so bleiben. Frankenberg: "Zum Erfolg unserer Hochschulpolitik hat wesentlich beigetragen, dass wir dabei auf Stärkung des Wettbewerbs, aber auch auf Kontinuität gesetzt haben. Viele politische Verwerfungen wie die Einführung von Gesamthochschulen oder die Einengung der Hochschulen durch unsachgemäße Gremienstrukturen haben wir in Baden-Württemberg seit den Siebzigerjahren nicht mitgemacht."
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