Mehr Studienplätze, mehr Professorinnen, mehr Qualität in der Lehre - Berlin bilanziert Hochschulpakt
Der zwischen Bund und Ländern verabredete "Hochschulpakt 2020" hat zu deutlichen Verbesserungen an Berlins Hochschulen geführt. Das geht aus dem letzten Bericht zur Umsetzung des Hochschulpaktes hervor, der jetzt der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) übermittelt wurde.
25.11.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungIn diesem Zusammenhang lobte Berlins Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Knut Nevermann die "messbaren Fortschritte an drei Fronten: Die Zahl der Studierenden konnte noch einmal erhöht werden. Die Qualität des Studiums konnte optimiert werden - durch neue Studiengänge, neue hochschuldidaktische Weiterbildungen und neue Lehrformen. Die Chancenungleichheit konnte überraschend stark abgesenkt werden, indem der Anteil der Professorinnen von 14% im Jahr 2005 auf 27,4% im Jahr 2009 gesteigert wurde. Drei Erfolge, die uns alle verpflichten."
Im Rahmen des Hochschulpaktes wurde die Lehrkapazität insbesondere an Fachhochschulen ausgebaut. Dabei hat Berlin seine Verpflichtung, von 2007 bis 2010 durchschnittlich 19.500 Studienanfängerinnen und anfänger aufzunehmen, deutlich übertroffen. 2009 wurden rund 6.800 Studienanfängerinnen und anfänger, im Jahr 2008 rund 4.500 und bereits im Jahr 2007 rund 2.800 zusätzlich aufgenommen.
Zusätzliche Studienanfängerinnen und anfänger sind vor allem an den Fachhochschulen in besonders nachgefragten Fächern der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, in den MINT-Fächern (Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften, Technik) sowie durch neue Teilzeitstudiengänge im Bereich der Erziehungs-, Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe zu verzeichnen.
Für rund 50 neuberufene Fachhochschulprofessorinnen und -professoren wurde während der ersten beiden Semester eine berufsbegleitende Lehrqualifikation am "Berliner Zentrum für Hochschullehre" ermöglicht. Ferner wurden 18 Seniorprofessuren verlängert. 212 zusätzliche Tutorien intensivieren die Betreuung der Studierenden, vor allem in Fächern mit niedriger Erfolgsquote und einem hohen Anteil an Studierenden mit Migrationshintergrund.
Zur Erhöhung des Frauenanteils bei der Besetzung von Professuren trägt auch das "Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre" bei.
Darüber hinaus fördert Berlin Nachfolgeberufungen für Frauen in Fächern mit geringem Professorinnenanteil. In diesem Rahmen wurden an den Berliner Hochschulen im Jahr 2009 18 Professuren mit Frauen besetzt. Der Frauenanteil bei Professuren hat sich von 14,3 % im Jahr 2005 auf 27,4% im Jahr 2009 erhöht.
Im Jahr 2009 hat das Land Berlin vom Bund 7.064.000 Euro erhalten und zusätzlich 10.000.000 Euro Landesmittel aus dem Masterplan "Wissen schafft Berlins Zukunft!" bereitgestellt, so dass für die Umsetzung des Hochschulpaktes ein Gesamtvolumen von 17.064.000 Euro zur Verfügung gestellt werden konnte.
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