Mehr Studierende: Qualitätsoffensive für gutes Studium muss nächster Schritt sein

Anlässlich der Veröffentlichung der Studienanfängerzahlen zum Wintersemester 2008/09 durch das Statistische Bundesamt erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christel Humme und der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann:

21.09.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Immer mehr junge Menschen nehmen ein Studium auf. Dies belegt, dass die SPD-Initiativen in der Hochschulpolitik wirken: Es war richtig, mehr BAföG für die Studierenden gegen Widerstände durchzusetzen. Und es war wichtig, in den Hochschulpakten auf den massiven Ausbau der Studienplätze zu drängen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Hochschulen für alle studierwilligen jungen Menschen offen halten. Die Studienanfängerquote muss auf mindestens 40 Prozent weiter gesteigert werden.

Darauf aufbauend müssen wir nun auch den nächsten Schritt konsequent anpacken und die Qualität des Studiums verbessern. Dazu brauchen wir einen Bund-Länder-Pakt für gutes Studium und bessere Lehre. Die SPD hat angekündigt, nach der Bundestagswahl einen Hochschulgipfel einzuberufen. Wir wollen die Länder, die Hochschulen und die Studierenden an einem Tisch zusammenbringen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten über die notwendigen Nachbesserungen im Bachelor-/Master-System und eine Verbesserung der Qualität der Lehre zu beraten. Wir brauchen eine Reform der Bologna-Reform und einen Qualitätsschub an den Hochschulen, der beste Studienbedingungen für alle sichert. Der Studienpakt muss daher zum zentralen hochschulpolitischen Projekt der nächsten Legislaturperiode werden.

Die steigenden Studienanfängerzahlen sind ein Erfolg. Jetzt kommt es darauf an, diesen Trend zu verstetigen und allen Studierenden ein qualitativ hochwertiges Studium zu ermöglichen - mit guten Betreuungsrelationen, mit hervorragenden Beratungsangeboten, mit studierbaren, durchlässigen und berufsqualifizierenden Studiengängen sowie mit exzellenter Lehre. Nur so werden wir erreichen können, die Zahl der Studienabbrüche wirksam zu senken. Alle, die heute ein Studium beginnen, sollen beste Bedingungen an den Hochschulen vorfinden und ihr Studium mit hochqualifizierten Abschlüssen erfolgreich beenden können - für eine gute Zukunft der jungen Menschen und für eine sichere Fachkräftebasis unserer Volkswirtschaft.


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