Netzwerke

HRK-Präsident zu Europäischen Hochschulallianzen

Nach der heutigen Bekanntgabe der ersten 17 von der EU geförderten Europäischen Hochschulallianzen sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Peter-André Alt: „An 14 der 17 ausgewählten europäischen Netzwerken sind deutsche Hochschulen beteiligt. Das ist ein eindrucksvoller Erfolg."

26.06.2019 Bundesweit Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz
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Prof. Dr. Peter-André Alt: „Darin kommt zum Ausdruck, dass sich die deutschen Hochschulen als Motoren der europäischen Idee verstehen und kreativ an der Entwicklung neuer Formen der Partnerschaft mitarbeiten. Es werden ja ganz unterschiedliche Konzepte ausgewählt, um den Gedanken der Europäischen Hochschulallianzen nun mit Leben zu erfüllen.“

Die Hochschulrektorenkonferenz hat sich von Anfang an stark für die Idee der Europäischen Hochschulallianzen eingesetzt. „Dabei war uns besonders eine gemeinsame Strategie- und Profilbildung dieser Allianzen wichtig“, so Alt. „Von wesentlicher Bedeutung ist zudem, dass die Generaldirektion Bildung unterschiedlichste Handlungsfelder der Hochschulen in ihre Förderentscheidung einbezieht. Nicht nur für die Bildung - also Studium und Lehre -, sondern auch für Forschung und Transfer sollen die Verbünde ja gemeinsame Konzepte entwickeln. Die Hochschulen wollen Europa mit all ihren Potenzialen aktiv mitgestalten; das entspricht ihrem Selbstverständnis als weltoffene, vernetzte Einrichtungen. Die Resonanz bei den Hochschulen war entsprechend groß - 300 Hochschulen aus ganz Europa haben sich in 54 Allianzen auf die erste Ausschreibung beworben.“

Die 17 Hochschulnetzwerke werden über drei Jahre mit einer Summe von jeweils fünf Millionen Euro gefördert. Im Rahmen ihrer jeweiligen Strategien sollen gemeinsame Studiengänge entstehen und die Mobilität von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden gefördert werden. Der Deutsche Akademische Austauschdienst wird deutsche Hochschulen im Rahmen der Initiative zusätzlich fördern. 

Die Hochschulen, die in der ersten Runde noch nicht erfolgreich waren, können sich Ende des Jahres erneut bewerben. Die Europäische Kommission wird die Fördersumme für die zweite Runde auf 120 Millionen Euro deutlich erhöhen. 
„Die Aufstockung muss genutzt werden, die Netzwerke auf eine nachhaltigere Basis zu stellen“, so HRK-Präsident Alt. „Im Augenblick erhalten teilnehmende Hochschulen eine europäische Fördersumme von circa 300.000 € pro Jahr. Zwischen den großen politischen Ambitionen zur Schaffung Europäischer Hochschulallianzen und diesen sehr bescheidenen Mitteln klafft eine Lücke, die den langfristigen Erfolg des Projekts und damit eine wichtige zusätzliche Säule einer gelebten europäischen Gemeinschaft ernsthaft gefährden könnte. Die Netzwerke sollen ja doch langfristig tragfähig und von großer Ausstrahlung sein. Die Politik ist gefordert, den dafür nötigen hohen Aufwand realistisch einzuschätzen und in den weiteren Planungen zu berücksichtigen. Eine lebendige Kooperation und eine gemeinsame Identität aufzubauen, ist für die Hochschulen ein Kraftakt und ein anspruchsvolles Ziel, das die entsprechende Förderung braucht.“


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