Hauptschule

Werkrealschule: Bildungspolitische Sackgasse

"Wie soll eine bildungspolitische Reform Erfolg haben, wenn alle pädagogischen Experten im Land das Konzept in Frage stellen? Für die Schülerinnen und Schüler gibt es keine einzige Stunde für zusätzliche Förderung und der Zusatzunterricht zur beruflichen Orientierung wird fehlende Schlüsselqualifikationen nicht ausgleichen können. Durch Aufteilung auf verschiedene Schulstandorte, Aufspaltung in Profile und neue Klassenzusammensetzungen in der 10. Klasse wird ausgerechnet den Schülerinnen und Schülern in der Hauptschule ihre stabile Bezugsgruppe weggenommen", sagte am Freitag (16.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). mehr

16.10.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Kontroverse Diskussion beim Bayerischen Städtetag

Oberbürgermeister Maly (SPD), Nürnberg, will wieder einmal das Bildungssystem in unserem Freistaat verbessern. Er schlägt deshalb der bayerischen Staatsregierung die Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule auf der Podiumsdiskussion beim Bayerischen Städtetag in Mühldorf am Inn vor. mehr

16.10.2009 Pressemeldung Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS)

Besser als ihr Ruf: Bildungsmaßnahmen am Übergang Schule - Berufsausbildung

Sinnlose Warteschleife, "verlorene" Zeit, Maßnahmekarrieren - dem Übergangs- system haften viele, überwiegend negative Eigenschaften an. Eine neue Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt jedoch, dass das Über- gangssystem - bei aller berechtigten Kritik - besser ist als sein Ruf. Vor allem Jugendliche ohne Schulabschluss oder mit Hauptschulabschluss können ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz deutlich verbessern, wenn sie eine Übergangsmaßnahme durchlaufen. Dies gilt insbesondere, wenn sie dort auch noch einen höherwertigen Schulabschluss erreichen. Für Realschulabsolventen/ -innen entsteht der Vorteil, dass sie zum Beispiel mit dem Erwerb der Fach- hochschulreife ihre Ausbildungsmöglichkeiten erweitern. Allerdings: Ihre Chancen, in eine vollqualifizierende Berufsausbildung einzumünden, erhöhen sich durch eine abgeschlossene Übergangsmaßnahme nicht nachweislich. Die Ergebnisse der BIBB-Studie sind veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von BIBB REPORT, Heft 11/09. mehr

15.10.2009 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Positive Bilanz zum Ende des Berufsberatungsjahres 2008/2009 trotz wirtschaftlicher Krise

"Die Bilanz zum Abschluss des Berufsberatungsjahres 2008/2009 am 30. September 2009 zeigt, dass sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt trotz der Rezession weiter entspannt hat. Die Zahl der Jugendlichen, die für das bereits begonnene Ausbildungsjahr noch eine Lehrstelle suchen, bleibt relativ klein. Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen ist ebenfalls geringer als im Vorjahr", so die Einschätzung des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit (BA) Raimund Becker anlässlich der Vorstellung der Bilanz des abgelaufenen Berufsberatungsjahres. mehr

13.10.2009 Pressemeldung Bundesagentur für Arbeit (BA)

Gute Ausbildung doch kein Schutz vor Arbeitslosigkeit?

(redaktion/pm) Abiturienten haben derzeit besonders schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies hat eine DGB-Sonderauswertung der offiziellen Arbeitsmarktstatistik ergeben. Demnach liegt die Zahl der Menschen mit Fach- und Hochschulreife, die einen Job suchen, um fast ein Viertel höher als im Vorjahr. Bei Personen mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife fiel der Zuwachs geringer aus (10,8 bzw. 5,4 Prozent). mehr

12.10.2009 Artikel

"Keine parteipolitischen Süppchen zu Lasten der Zukunft unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler"

"Die ebenso platte wie parteipolitisch durchsichtige Forderung der Sozialdemokraten und Freien Wähler nach einem Aussetzen der Hauptschulreform gefährdet die Zukunft unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler gerade im ländlichen Raum", entgegnet Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf die Einlassungen der Oppositionsparteien. "Wer den Beginn der für Bayern erstmaligen Dialogphase in der Bildungspolitik torpediert, stiehlt den Hauptschulfamilien damit Zeit und Entwicklungschancen", so der Minister. Die Dialogforen eröffnen - zum ersten Mal und auf Dauer angelegt - für alle an Bildung in Bayern Beteiligten die Gelegenheit zum unmittelbaren Mitgestalten am Kerngeschäft von Bildung und Erziehung. Kultusminister Spaenle hatte Schulen, Eltern, Lehrkräfte, Schüler, Sachaufwandsträger und Schulverwaltung dazu eingeladen. mehr

12.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Spaenle bei Hauptschulreform zu kurz gesprungen

Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern Minister Spaenle auf, seine Hauptschulreform komplett neu zu überdenken. "Die Mittelschule gibt den Hauptschülerinnen und Hauptschülern keine Zukunftsperspektive", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. "Bayern braucht eine echte Schulreform und kein fortgesetztes Herumdoktern an einem überkommenen System – zu diesem Schluss kommt wohl auch langsam die CSU selbst, wie die öffentliche Kritik aus eigenen Reihen zeigt." mehr

12.10.2009 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Mittelschule ist Ende der Hauptschule

Völlig unbeachtet bleibt in der momentanen Diskussion um die Mittelschule, dass das Konzept der Schulverbünde unter dem Strich das Aus für die wohnortnahe Hauptschule bedeutet, so der Schnaittenbacher Bildungspolitiker MdL Reinhold Strobl (SPD): "Da wird diskutiert, ob und wie die so genannte Mittelschule realisiert wird, ohne auch nur zu fragen, wie denn eine Hauptschule ohne Teilnahme an den angeblich freiwilligen Schulverbünden überleben soll. Auch vom Ministerium selbst, das die ganze Sache angeblich zur Rettung der Hauptschule auf den Weg gebracht hat, ist dazu nichts zu hören." mehr

12.10.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Übergänge in der Lehrerbildung glätten: Katholische Universität

Nicht nur Lehrer zu sein, sondern auch Lehrer auszubilden ist eine Herausforderung. Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) greift diese Herausforderung im Rahmen ihres innovativen Projekts "LehramtPlus" durch einen neuen Modellversuch auf: Das Projekt "Kooperation erste und zweite Phase Lehrerbildung" hat zum Ziel, ein Konzept für die Abstimmung der universitären Lehrerbildung mit der Referendariatsausbildung zu entwickeln, das in der Folge auch von anderen bayerischen Universitäten adaptiert werden kann. Der vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus nachhaltig unterstützte Modellversuch ist auf vier Semester ausgerichtet und startet am 13. Oktober mit einer Auftaktveranstaltung am Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. mehr

12.10.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die so genannte Schulstrukturdebatte und der Wahlkampf in NRW

Nicht erst seit dem Superwahljahr befinden sich viele Wähler in einem Dilemma. Votieren Sie aufgrund einer zentralen Wahlaussage, der sie persönlich eine hohe Relevanz beimessen, für eine bestimmte Partei, so können infolge der nach der Wahl getroffenen Koalitionsvereinbarungen dieselben Wähler mit Entscheidungen konfrontiert werden, die der Intention ihrer Wahlentscheidung diametral entgegen stehen. In der Bildungspolitik und besonders in der so genannten Schulstrukturdebatte wird die Gefahr einer nachträglichen Umdeutung und Verfälschung von intendierten Wählervoten besonders deutlich. Der vorliegende Beitrag möchte nicht nur die politisch Verantwortlichen für diese Problematik sensibilisieren. Zukünftig drohen landespolitische Koalitionsbildungen (Hamburg lässt grüßen!), deren Vereinbarungen zur Schulstruktur nicht mehrheitlich durch den Wählerwillen legitimiert sind. mehr

11.10.2009 Artikel