PISA (Studie)

Bildungsungerechtigkeit lässt sich nicht wegmessen

"Die größte Risikogruppe in Deutschland besteht aus Ministerpräsidenten, Finanzministern und Bildungspolitikern", erklärt Ludwig Eckinger, der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), vor der morgigen Veröffentlichung von PISA E 2006. "Das Messen und Austesten schulischer Leistungen ist in der Bundesrepublik nach wie vor von der Verbesserung der konkreten Bedingungen an den Schulen entkoppelt", sagt Eckinger und unterstreicht: "Bildungsstandards und Vergleichsarbeiten werden zu Placebos degradiert." Seit zwei Jahren liege die gemeinsame Erklärung mit den Kultusministern vor, jede Schülerin, jeden Schüler individuell zu fördern und zu fordern, so Eckinger. Aber Eltern, Schüler und Lehrer würden an der Nase herumgeführt, denn der schulische Alltag bestehe aus Unterrichtsausfall, Lehrermangel, zu großen Klassen und zu wenig individuellen Fördermöglichkeiten. mehr

17.11.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Neue Pisa-Studie: Die Risikogruppe der Schüler wächst in mehreren Bundesländern

(redaktion/ots) Schlechte Nachrichten vor der Bekanntgabe der PISA-E Vergleichsstudie: Die Gruppe der 15-Jährigen, die nicht über basale Fähigkeiten im Lesen, in Mathematik und in den Naturwissenschaften verfügt, ist nach Informationen des Tagesspiegels (Ausgabe vom 17. November) in den Stadtstaaten und mehreren Ländern im Westen der Bundesrepublik weiter gewachsen. mehr

16.11.2008 Artikel

PISA-Ländervergleich: Wahrscheinlich wenig Neues

(redaktion) Von der nunmehr dritten PISA-Bundesländerstudie (PISA-E), die am kommenden Dienstag veröffentlicht wird, erwarten Experten keine allzu großen Überraschungen. Die nationale Ergänzungsstichprobe aus 1.500 Schulen mit rund 57.000 Schülerinnen und Schülern wurde im Zusammenhang mit PISA 2006 erhoben. Der Schwerpunkt von PISA 2006 lag auf der Untersuchung des naturwissenschaftlichen Verständnisses. Wie immer wurden außerdem die Kategorien Lesen und Mathematik getestet. mehr

15.11.2008 Artikel

LSV NRW: Hauptschüler durch Integration stärken

Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW kritisiert, dass die Kultusministerkonferenz-Politiker nicht akzeptieren, was allen anderen schon lange klar ist. Die Hauptschule ist in dem dreigliedrigem Schulsystem zu einer Restschule abgesackt. mehr

14.11.2008 Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRW

Wir stehen zu unseren Hauptschulen!

Zu den Ergebnissen der Amtschefkonferenz der Kultusministerkonferenz erklärt Schulministerin Barbara Sommer: "Berichte, nach denen Bildungsvergleiche für die Hauptschule ausgesetzt werden sollen, sind falsch. Wahr ist, dass wir auch im kommenden Jahr in einer repräsentativen Stichprobe Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen testen werden – natürlich auch die Hauptschüler. Dieser Test wird im zeitlichen Kontext von PISA durchgeführt. Das war ursprünglich anders vorgeschlagen worden. Nordrhein-Westfalen hat sich für diese Lösung stark gemacht und ist damit auch durchgedrungen. mehr

14.11.2008 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Keine Vergleichstests für Hauptschüler

(redaktion) Eigentlich sollten ab dem kommenden Jahr die Leistungen und Erfolge der deutschen Schüler und somit auch der Schulen stärker ins Visier genommen werden, und zwar mit zusätzlichen Vergleichsarbeiten in der Grundschule und in der Sekundarstufe I. Jetzt plant die KMK offensichtlich einen – zumindest teilweisen – Rückzug: Die Hauptschüler sollen von diesem Verfahren ausgenommen werden. Damit würde die KMK abrücken von ihrer Gesamtstrategie "der umfassenden Konzeption zur Weiterentwicklung des gesamten Bildungswesens", wie sie selbst ihren im Juni 2006 gefassten Beschluss bezeichnet hatte. mehr

13.11.2008 Artikel

Wissen der Zukunft - BildungsMatinée mit PISA-Film der OECD

(idw) Alle Bildungsinteressierten sind eingeladen zur kostenfreien BildungsMatinée "Wissen der Zukunft" am Sonntag, den 16. November 2008. Der Film "Wissen der Zukunft. Wie Bildungsarbeit weltweit gelingt" (70 min) des Bildungsjournalisten Dr. Paul Schwarz wird in 37 Kinos bundesweit präsentiert. Engagierte und Experten aus Wissenschaft, Politik und Journalismus stehen an diesen Standorten zur Diskussion der Filmthematik zur Verfügung. mehr

12.11.2008 Pressemeldung BildungsCent e.V.

Bernhard Bueb fordert leistungsorientierte Bezahlung für Lehrer

(redaktion/PM) Wenige Tage vor der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse für die deutschen Bundesländer hat der ehemalige Schulleiter Bernhard Bueb die Kultusminister aufgefordert, die einsetzende Pensionierungswelle an den Schulen für die Einführung einer leistungsorientierten Besoldung für Lehrer zu nutzen. Lehrerverbände aus Nordrhein-Westfalen widersprachen diesem Ansinnen. Sie befürchten, "dass zum wiederholten Mal im Vorfeld der Veröffentlichung von PISA-Ergebnissen Zusammenhänge angedeutet und interpretiert werden, um Ziele zu bedienen, die längst in den Schubladen ruhen und lediglich öffentliche Vorurteile widerspiegeln." mehr

11.11.2008 Artikel

Saarbrücker Erklärung zum sechzigjährigen Bestehen der Kultusministerkonferenz

Vor sechzig Jahren am 19. und 20. Februar 1948 trafen sich Kultusminister aus 16 von damals 17 deutschen Ländern, darunter auch die fünf Länder in der sowjetischen Besatzungszone, in Hohenheim zu einer "Konferenz der deutschen Erziehungsminister". Dies war die Geburtsstunde der Kultusministerkonferenz der Länder. mehr

17.10.2008 Pressemeldung Sekretariat der Kultusministerkonferenz

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Erich-Hylla-Preis für Manfred Prenzel

(idw) In einem feierlichen Festakt hat das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) am Montag Abend den Erich-Hylla-Preis an Manfred Prenzel verliehen. Das Institut ehrt damit den Direktor des Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel - gemäß des Preisstatuts - für seine herausragenden Verdienste um die deutsche und internationale Bildungsforschung. mehr

24.09.2008 Pressemeldung DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation