307. Kultusministerkonferenz im Saarland beendet
Als überaus konstruktiv und sachorientiert bezeichnete Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) die Beratungen der 307. Kultusministerkonferenz (KMK) im Saarland. "In den Kernpunkten wurden vernünftige Beschlüsse gefasst."
15.10.2004 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumSo habe man sich geeinigt, so Minister Goebel weiter, die im Jahre 2003 begonnene Arbeit der Kommission zur Reform der KMK fortzuführen. Die Kommission solle bis Anfang Dezember einen Bericht vorlegen, so dass sich die KMK am 2. Dezember 2004 und danach die Ministerpräsidentenkonferenz mit den Vorschlägen befassen könne. Minister Goebel betonte: "Der Erneuerungsprozess der KMK läuft aber schon länger. Eines Vorstoßes von Niedersachsen hätte es daher nicht bedurft."
Als Beispiel dafür nannte Minister Goebel die Einführung der nationalen Bildungsstandards innerhalb von zwei Jahren, "eine Zeit, die rekordverdächtig ist". Neben den schon existierenden Bildungsstandards für den mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) in den Fächern Mathematik, Deutsch und 1. Fremdsprache (Englisch oder Französisch) habe die KMK in ihrer heutigen Sitzung Bildungsstandards in den Fächern Mathematik und Deutsch für die Klassenstufe 4 für den Primarbereich (Grundschule) und die Fächer Mathematik, Deutsch und erste Fremdsprache für den Hauptschulabschluss verabschiedet. Für weitere Fächer würden entsprechende Standards erarbeitet. "Thüringen wird sich, wie in der Vergangenheit auch, über das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien intensiv in diesen Prozess einbringen", so Minister Goebel.
Auch den Beschluss zur Einsetzung des Rates für Rechtschreibung wertet Minister Goebel positiv. "Indem der Rat seine Arbeit aufnimmt, trägt er zur Versachlichung der Debatte um die deutsche Rechtschreibung bei." Die KMK hat beschlossen, dass der Rat mit 18 deutschen und jeweils neun Mitgliedern aus Österreich und der Schweiz besetzt wird. Mit dem oder der Vorsitzenden setzt er sich aus 37 Mitgliedern zusammen, die von so namhaften Institutionen wie dem Institut für Deutsche Sprache, dem Duden-Verlag, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Deutschen Journalistenverband, dem Verband der Deutschen Zeitungsverleger und anderen benannt werden. "Ziel ist es, dass der Rat ggf. Änderungen in den Bereichen Getrennt- und Zusammenschreibung, Fremdwörter, Interpunktion und Trennung so rechtzeitig vorschlägt, dass sie zum 01.08.2005 in Kraft treten könnten", so Minister Goebel abschließend.
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