Ahnen: 45 Optionen für neue Ganztagsschulen im Schuljahr 2007/2008

"Die jetzige Entscheidung, 45 Schulen im Land eine Option zur Errichtung einer Ganztagsschule in Angebotsform zum Schuljahr 2007/2008 zu erteilen, ist ein erfolgreicher Start für die Fortsetzung des Ganztagsschulprogramms, das im Jahr 2001 aufgelegt wurde." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute in Mainz. Für die Fortsetzung des Programms mit insgesamt 200 neuen Ganztagsschulen in der neuen Legislaturperiode waren in der ersten Runde insgesamt 78 Bewerbungen eingegangen.

14.12.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Bei der Sichtung dieser Bewerbungen und in dem nicht einfachen Auswahlverfahren zeigte sich, dass in allen Schulen und bei allen Schulträgern eine gründliche Auseinandersetzung mit diesem Schulentwicklungsprojekt stattgefunden hat", unterstrich Doris Ahnen. Erfahrungen aus den bereits bestehenden 360 Ganztagsschulen in Angebotsform seien bei den Bewerbungen ebenso in großem Umfang genutzt worden wie die zahlreichen Informationsangebote von Schulaufsicht, pädagogischen Serviceeinrichtungen und Ministerium.

"All diese Informationen wurden von den Schulleitungen und Lehrkräften in kreative pädagogische Konzepte und – gemeinsam mit den Kommunen als Schulträger – in gute Gesamtplanungen umgesetzt", unterstrich die Bildungsministerin. Neben der Qualität der vorgelegten Konzepte seien bei der Auswahl allerdings auch in diesem Jahr die Aspekte regionale Streuung der neuen Ganztagsschulstandorte, Verteilung der neuen Ganztagsschulen auf die verschiedenen Schularten und konkrete Nachfrage von Elternseite am jeweiligen Schulstandort ausschlaggebend gewesen.

Oberstes Ziel bleibe ein bedarfsgerechtes und regional ausgewogenes Netz an Ganztagsschulen, hielt die Ministerin fest. Besonders berücksichtigt worden sei in diesem Jahr zudem das für diese Legislaturperiode gesetzte Ziel, in jeder Verbandsgemeinde beziehungsweise jeder verbandsfreien Gemeinde mindestens ein Ganztagsangebot im Grundschulbereich vorzuhalten. "Folgerichtig ist mit 21 von 45 Errichtungsoptionen ein Großteil der neuen Optionen an Grundschulen vergeben worden. Sollten alle Grundschulen ihre Optionen im März 2007 einlösen können, hätten wir bereits fast zwei Drittel dieses Weges geschafft", betonte Doris Ahnen. Mit sechs Hauptschulen, sieben Regionalen Schulen, zwei Gymnasien und jeweils einer Realschule beziehungsweise Dualen Oberschule sei aber auch der Bereich der weiterführenden Schulen unter den neuen Ganztagsschulen gut vertreten. Hinzukämen noch Optionen für sieben Förderschulen landesweit.

Für die ausgewählten Schulen beginne nun die " Stufe 2" auf dem Weg zur Ganztagsschule. Bis zum 15. März 2007 müsse mit der Meldung der vorläufigen Gliederungspläne das Anmeldeverfahren für Schülerinnen und Schüler, die das Ganztagsschulangebot im Schuljahr 2007/2008 verbindlich wahrnehmen wollten, durchgeführt werden. In Grundschulen müssten dafür mindestens 36 Anmeldungen, in allen weiterführenden Schulen mindestens 54 Anmeldungen und in Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen mindestens 26 Anmeldungen vorliegen. "Dann kann endgültig grünes Licht für die Errichtungsgenehmigungen gegeben werden", sagte Doris Ahnen.


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