Ahnen: Bestätigung für richtigen Kurs und Ansporn für weitere Anstrengungen

Als "eindeutigen Ansporn", den Ausbau der frühen Bildung weiter zu intensivieren, der sowohl mit den Reformen im Grundschulbereich, insbesondere der Vollen Halbtagsschule, und mit der Ganztagsschule in Angebotsform vorangetrieben als auch mit dem Landesprogramm "Zukunftschance Kinder- Bildung von Anfang an" deutlich verstärkt wurde, hat die rheinland-pfälzische Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen die heute in Berlin vorgestellten ersten Ergebnisse der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) gewertet. "Es ist sehr erfreulich, dass sich die Leistungen von Grundschulen, Schülerinnen und Schülern bei der Lesekompetenz, die bereits bei IGLU 2001 als gut eingestuft wurden, weiter verbessert haben. Die deutschen Grundschulen belegen auf diesem Feld mittlerweile einen Platz in der Spitzengruppe in Europa und rangieren deutlich über dem OECD-Durchschnitt", sagte Doris Ahnen.

28.11.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Positiv zu bewerten sei auch, dass sowohl bei der Leseförderung von schwächeren Schülerinnen und Schülern als auch beim Anteil der Spitzenleistungen in der Lesekompetenz Verbesserungen festgestellt würden. "Dennoch dürfen angesichts der nach wie vor zu großen Unterschiede zwischen den Leistungsniveaus von Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten Bildungspolitik, Schulträger, Lehrkräfte und Eltern nicht nachlassen in ihren Anstrengungen, allen Kindern in Deutschland eine möglichst gute Basis für ihren weiteren Bildungsweg zu verschaffen", so die Bildungsministerin. Vor allem dürfe der Zugang zu den weiterführenden Schulen nicht von der sozialen Herkunft abhängig sein. "Dass in den Grundschulen die individuelle Förderung offenbar gut gelingt und zugleich die Leistungsstreuung vergleichweise niedrig bleibt, ist auch ein Beleg dafür, dass in heterogenen Lerngruppen sehr wohl gute Ergebnisse erzielt werden können", sagte Doris Ahnen. Dies sei auch im jüngst vorgestellten Konzept für die neue Schulstruktur in Rheinland-Pfalz berücksichtigt worden.

Die Ministerin erinnerte daran, dass sich auch nach der ersten IGLU-Studie im Bereich der Primarbildung einiges bewegt habe: "In den vergangenen fünf Jahren wurden in Rheinland-Pfalz nicht nur der neue Rahmenplan Grundschule schrittweise umgesetzt und der Unterricht durch neue Teilrahmenpläne für die einzelnen Fächer inhaltlich und formal weiterentwickelt. Aktuellstes Beispiel dafür ist der neue Teilrahmenplan ,Deutsch als Zweitsprache´, der seit diesem Schuljahr in Kraft ist." Angehende Schulkinder und Kinder im Grundschulalter hätten auch von Aktivitäten wie den in der Kampagne ,Leselust in Rheinland-Pfalz´ gebündelten Maßnahmen profitiert. "All diese Maßnahmen müssen weiter fortgesetzt werden. Nimmt man dazu die stetige Verbesserung bei vorschulischen Bildungs- und Erziehungsangeboten in den Kindertagesstätten, wird deutlich, dass hier ein Gesamtkonzept Schritt für Schritt umgesetzt wird", hielt Doris Ahnen fest.


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